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VonMartin

Über die Legion Mariens

An dieser Stelle möchte ich die Statio, welche wir am 30.04.-01.05.2016 in der Pfarrei St. Georg, Bocholt, gehalten haben, nochmal präsentieren. Sie fasst gut zusammen – passend zum 100jährigen Jubliäum – was die Legion Mariens ist und was uns als Gruppe der Legion Mariens bewegt:

Die Legion Mariens ist mit weltweit 13 Millionen Mitglieder die größte katholische Laienbewegung. Sie wurde 1921 von Frank Duff aus Irland in der dortigen Hauptstadt Dublin gegründet. Der seinerzeit 32 Jahre junge Mann war Staatsbeamter im Finanzministerium. Dort hätte er sicherlich eine gute Karriere machen können, doch seine große Empfindsamkeit für die Nöte der Armen und Benachteiligten bewegte ihn dazu, dass er bald seine Beamtenlaufbahn beendete um sich ganz seinem Werk zu widmen. Mit Hilfe der Frauen und Männer, die sich in der Legion Mariens engagieren, wurden die Menschen in den Randgruppen besucht und betreut. Auch wenn Heime für ehemalige Prostituierte, obdachlose Männer und ledige Mütter in Dublin entstanden, ging es nicht in erster Linie um die materielle Hilfe, sondern um die Menschen aus ihrem seelischen Leid herauszuführen. Frank Duff sandte auch Legionäre in verschiedene Länder der Welt, die für die Ausbreitung der Legion Mariens sorgten. So wurde die Legion Mariens in Deutschland 1945 – also direkt nach dem 2. Weltkrieg – durch Hilde Firtel begründet.

Die Legion Mariens versteht sich als eine apostolische Laienorganisation der katholischen Kirche – doch was heißt das: „apostolische Laienorganisation“? An dieser Stelle möchte ich gerne auf die Lesung aus der Apostelgeschichte eingehen, die wir gerade gehört haben. Dort wird von großer Aufregung und heftigen Auseinandersetzungen innerhalb der noch jungen christlichen Gemeinde gesprochen.

Dies mag für uns erstmal auch tröstlich klingen, dass es nicht nur zu unserer Zeit Probleme innerhalb der Kirche gibt, sondern auch schon immer gegeben hat: Da kommen Leute, setzen etwas in die Welt, in diesem Fall, dass man das Seelenheil verliert, wenn man sich nicht nach dem Brauch des Mose beschneiden lässt, und zurück bleibt die Verwirrung.

Doch die Apostel handelten: Sie wählten Männer aus Ihrer Mitte aus, die sie zu den Mitchristen sandten um für Klarheit zu sorgen. Interessant dabei ist die Aussage „Denn der Heilige Geist und wir haben beschlossen“. Schließlich hatten die Apostel ja noch nicht die hl. Schrift so wie wir sie kennen oder etwa den Katechismus der katholischen Kirche, der uns Antworten auf die Fragen des Lebens aus christlicher Sicht gibt. Sie haben sich also vom Geist Gottes leiten lassen und dessen Frucht ist nicht die Verwirrung sondern die Wahrheit, die zur Einheit im Glauben führt.

Das Laienapostolat bedeutet also neben der tätigen Nächstenliebe auch vom Glauben Zeugnis zu geben und von der Frohbotschaft Jesu Christi zu sprechen, so wie es auch schon die Apostel in der Ur-christlichen Gemeinde getan haben. Wäre sonst eine Ausbreitung des Christentums überhaupt denkbar gewesen?

Ich möchte damit verdeutlichen, dass jedem getauften Christen als Aufgabe mitgegeben ist, seinen Glauben auch zu leben. Dies ist ein Wesenselement unseres Glaubens, damit dieser auch in der heutigen Zeit weitergegeben werden kann.

Wir können viel darüber jammern, dass die Kirchen immer leerer werden, doch wenn wir unseren Glauben so leben, als wäre er reine Privatsache, dann geben wir dieser Entwicklung nur Vorschub.

Im Johannesevangelium hören wir gleich, dass Jesus gesagt hat: „Wenn jemand mich liebt, wird er an meinem Wort festhalten; mein Vater wird ihn lieben, und wir werden zu ihm kommen und bei ihm wohnen.“ Doch wie soll der Mensch Jesus lieben, wenn er Jesu Wort nicht kennt, wenn er seine frohe Botschaft, das Evangelium nicht erfährt? Wer bringt ihnen die Klarheit seines Wortes, um die Menschen vor den vielen Verwirrungen dieser Zeit zu schützen?

Wir von der Legion Mariens möchten uns dieser Aufgabe widmen, da die Kirche, das Volk Gottes, die Bereitschaft jedes einzelnen braucht, daran mitzuarbeiten, dass Gott in dieser Welt wieder mehr geliebt wird. Dies war auch immer ein Herzensanliegen von dem Gründer Frank Duff. Möglichkeiten dazu gibt es viele: Besuche bei Neuzugezogenen, Besuche bei Gemeindemitgliedern, die keinen geregelten Kontakt mehr zur Gemeinde haben oder einen Schriftenstand in der Fußgängerzone, bei denen man mit Interessierte über den Glauben ins Gespräch kommt.

Daher möchten wir Sie bitten, unsere Gemeinschaft durch aktive Teilnahme zu stärken oder auch durch ihr regelmäßiges Gebet zu unterstützen, damit die Tätigkeiten auch Frucht tragen.

Wir stellen unseren Dienst dabei unter die Fürsprache der Gottesmutter Maria, denn sie ist der beste Weg zu ihrem Sohn Jesus Christus, der uns, wie wir im Evangelium hören werden, den Heiligen Geist schenken und uns seinen Frieden geben wird.

VonMartin

Kann denn Liebe Sünde sein?

Auf einer Kirchentür wurde ein kleines Plakat mit der Aufschrift „Liebe ist keine Sünde“ auf regenbogenfarbenem Hintergrund aufgeklebt. Vermutlich als eine Mahnung an die Kirche, die nicht von ungefähr kommt. Eine Debatte, losgelöst durch ein Schreiben vom Vatikan, dass die Segnung homosexueller Paare nicht möglich ist. Wir Christen sollten die Mahnung nicht ignorieren und bereit sein, Stellung zu nehmen und in achtungsvoller Art und Weise darüber diskutieren. Dazu möchten wir einige Fragen und Aspekte als Anregungen geben und laden zum konstruktiven Austausch (Kommentar-Funktion unten!) ein:

Diskriminiert hier nicht der Vatikan? Der Vatikan stellt auch klar, dass homosexuellen Personen mit Achtung, Mitgefühl und Takt zu begegnen ist. Tatsächlich spricht nichts gegen die Segnung homosexueller Personen und es spricht auch nichts dagegen, wenn homosexuelle Menschen in geschwisterlicher Liebe füreinander da sind. Der eigentliche Knackpunkt dieser Debatte liegt darin, dass der Vatikan die Segnung der homosexuellen Partnerschaft ablehnt, da in der Regel diese Partnerschaft die gleichgeschlechtliche sexuelle Praxis mit einschließt. So wäre auch die Verweigerung der kirchlichen Trauung gleichgeschlechtlicher Paare aus dem selben Grund als Diskriminierung anzusehen.
Doch genau gesehen beginnt die Diskriminierung schon bei Gott, denn er verweigert der Homopartnerschaft die höchste Frucht der Liebe einer geschlechtlichen Beziehung: Die Zeugung eines Kindes. Oder ist es Gottes Wille, dass wir Menschen durch Embryonenzucht und Leihmutterschaft dem nachhelfen müssen um der Gleichberechtigung willen?

Ist es noch zeitgemäß, das biblische Zeugnis als Maßstab zu nehmen? Es gibt Stellen sowohl im alten (Gen 19,4-7; Lev 18,22) als auch im neuen Testament (Röm 1,26-27; 1 Tim 1,10), die die praktizierte Homosexualität ablehnen. Ist die Bibel für uns noch maßgebend oder legen wir sie einfach falsch aus? Wenn sie nicht mehr für uns maßgebend ist, wer entscheidet dann, was für uns Christen heute das Maß der Dinge ist? Ist es nicht Christus selbst (Mt 23,10)? Ist daher nicht auch noch heute sein Wort unser Maßstab (Mt 5,17-19)?

Kann denn Liebe Sünde sein? „Liebe ist keine Sünde“: Das müssten wir als Christen – gerade auch im Hinblick auf das Hohelied der Liebe (1 Kor 13) – uneingeschränkt mit „ja“ beantworten. Doch müssen wir hier nicht erst differenzieren, dass es um die Sexualität geht und gerade als Kirche wissen wir, dass im Umgang mit der Sexualität auch viel schlimmes passiert ist, so dass man eher fragen muss „Kann denn Sünde Liebe sein?“. Hat Jesus der Sexualität mit der Bekräftigung der Ehe zwischen Mann und Frau einen schützenden Raum geben wollen (Mt 19,3-9)? Hat er nicht mit Begriffen wie „Unzucht“ und „Ehebruch“ (Mk 7,20-23) darauf hingewiesen, dass wir uns damit schädigen, wenn wir diesen schützenden Raum verlassen? Tragen wir als Christen nicht alle Verantwortung im Umgang mit der Sexualität – auch innerhalb der Ehe? Können wir die gleichgeschlechtliche Sexualität vor Gott verantworten?

Domine, quo vadis? (Herr, wohin gehst du?) – Darstellung in St. Josef, Bocholt
VonMartin

Das „3-Gänge-Menü“ – mal anders

Im Osterpfarrbrief 2021 hat unsere Pfarrgemeinde St. Josef, Bocholt unseren Beitrag zum monatlich stattfindenden „Abend der Anbetung“ veröffentlicht. Diesen Bericht möchten wir auch auf unsere Webseite anbieten:

Ob Fitness oder gesunde Ernährung: Es gibt viele Möglichkeiten, etwas für unseren eigenen Körper zu tun und es wird auch gerne wahrgenommen. Doch wie sieht es mit unserem Geist aus? Das monatliche Angebot der Legion Mariens in der frisch renovierten St. Josef-Kirche serviert dafür ein 3-Gänge-Menü:

1. Gang: Der Rosenkranz
Wir beginnen um 19:30 Uhr in der Kirche mit der Aussetzung des Allerheiligsten und danach gemeinsam mit dem Gebet des Rosenkranzes. Man denkt, das ist ja immer das Gleiche. Aber lassen wir uns auf den meditativen Charakter des Rosenkranzes ein. Damit kommen wir in einen Rhythmus des Gebetes, der uns helfen kann, von den Sorgen des Alltags abzuschalten und immer mehr in die Ruhe der Gegenwart Gottes einzutauchen. Der Rosenkranz hilft uns, die Stationen im Leben Jesu Christi zu betrachten.

2. Gang: Die stille Anbetung vor dem Allerheiligsten
Das Brot in der Monstranz, in dem Jesus wahrhaft gegenwärtig ist! Haben wir uns schon mal gefragt, warum wir mit Gott sprechen sollten, wenn er scheinbar doch nicht antwortet? Haben wir dann auch schon mal darüber nachgedacht, dass Gott antwortet, wir aber nicht hinhören?

Die Stille ist eine Hilfe, von dem Alltagslärm und -sorgen Abstand zu nehmen. So kann sie uns bei der Anbetung dazu befähigen, wieder hinzuhören – unseren Geist auf Gott zu richten, damit er uns gute Gedanken geben kann und durch den heiligen Geist zu uns spricht. Schauen wir dabei ganz auf den gegenwärtigen Christus in der Monstranz, danken wir IHM für das Gute, das uns geschenkt worden ist, tragen wir IHM unsere Sorgen vor und bitten wir IHN um die Kraft für die kommende Zeit. Preisen und loben wir IHN dafür, dass ER es so gut mit uns meint.
Räumen wir auch alles weg, was uns hindert, Gott nahe zu kommen, indem wir ein geistliches Gespräch mit dem Priester führen und das Sakrament der Beichte empfangen. Dadurch ist unser Herz rein, um Christus zu empfangen.

3. Gang: Die Eucharistiefeier
Die gegen 21:30 Uhr beginnende Heilige Messe schließt an der Anbetung an und ist mit der Feier der Eucharistie der Höhepunkt des 3-Gänge-Menüs. Warum? Weil Jesus Christus in der Gestalt von Brot und Wein nicht nur unter uns gegenwärtig wird, sondern weil ER beim Empfang der heiligen Kommunion ganz in uns hineintaucht.
Wenn wir Jesus in der Eucharistie empfangen, dann verwirklicht sich für uns die zweifache Gnade. Wir finden den Frieden in uns selber wieder und können so zu Friedensstiftern für die Welt werden.

Über die Legion Mariens: Die Legion Mariens ist mit etwa 2,2 Mio. aktiven und 10 Mio. betenden Mitgliedern einer der größten katholischen Laien-bewegungen. Diese wurde 1921 in Irland gegründet und feiert somit in diesem Jahr ihr 100-jähriges Jubiläum. Seit 1945 gibt es die Legion Mariens auch in Deutschland.
Zu den Aufgaben der Legion Mariens, die sich als Gruppe wöchentlich trifft, gehören z. B. Besuche bei alten, kranken und vereinsamten Menschen, Schriftenstand in der Fußgängerzone, um den Interessierten religiöse Schriften geben zu können oder auch mit ihnen über den Glauben an Gott zu sprechen. Ferner sind es auch liturgische Dienste, wie das Gebet des Rosenkranzes vor dem Gottesdienst oder die Gestaltung der eucharistischen Anbetung, so wie es ja monatlich beim Abend der Anbetung in St. Josef geschieht. Der Abend der Anbetung findet in 2021 jeden 3. Freitag im Monat (Ausnahme: März und Oktober: 4. Freitag) statt und beginnt ab 19.30 Uhr.
Schauen Sie gerne mal rein, so wie es Ihnen zeitlich möglich ist! Nähere Informationen dazu finden Sie hier: Abend der Anbetung

VonMartin

Die Wundertätige Medaille in Zeiten der Corona-Pandemie

Sie kennen die „Wundertätige Medaille“? Wussten Sie auch, dass diese Medaille zuerst die „Medaille der Unbefleckten Empfängnis“ hieß? Der Anlass für diese Namensänderung ist wieder ganz aktuell.

Hinweis: Dieses Bild ist der Webseite „Militia Immaculatae“ entnommen – durch Klick auf das Bild gelangen Sie dorthin!

Die Medaille geht auf die kirchlich anerkannte Marienerscheinung der Ordensfrau Katharina Labouré vom 27. November 1830 in Paris (Rue du Bac – „Töchter der christlichen Liebe vom heiligen Vinzenz von Paul“) zurück. Nach der Erlaubnis durch den Erzbischof fing man Mitte 1832 an, diese Medaille zu prägen. Zu dieser Zeit breitete sich in Paris die Infektionskrankheit „Cholera“ aus, die zuvor auch in Teilen Asiens, Kleinasiens, Ostafrika und dann auch in Teilen Europas wütete. Allein in Paris forderte die Krankheit mehr als 20.000 Tote.

Während der Epidemie begannen die „Töchter der christlichen Liebe“, zu dessen Dienst die Armen- und Krankenpflege gehört, die Medaille an infizierte Personen in den Krankenhäusern zu verteilen. Die Heilungen häuften sich, ebenso besonderer Schutz vor der Krankheit und als Folge dieser Wunder viele Bekehrungen. Die Pariser Bevölkerung begann die Medaille als „wundertätig“ zu bezeichnen.

Manche mögen jetzt denken „Soll das jetzt ein Talisman sein, der mich vor Corona schützt?“. Nein, die Wundertätigen Medaille ist nicht einfach ein ‚Glücksbringer‘. „Überreich werden die Gnaden für jene sein, die sie mit Vertrauen tragen“ sagte die Gottesmutter in Ihrer Erscheinung zu Katharina Laboré. Dieses Vertrauen hatte auch der heilige Don Bosco, als die Cholera 1854 in Turin wütete und er zusammen mit 50 Don-Bosco-Jungen sich um die Kranken und Sterbenden kümmerte. Sie hatten nicht die Schutzkleidung, so wie wir Sie in heutigen Krankenhäusern kennen – aber Sie trugen die Wundertätige Medaille um den Hals und waren bei Ihrer tätigen Nächstenliebe im Gebet und Vertrauen mit Gott und der allerseligsten Jungfrau Maria verbunden. Und keiner von Ihnen steckte sich mit dieser Krankheit an.

Wir Christen laufen heute oft Gefahr, uns von der allgemein herrschenden Panik und Angst anstecken zu lassen. Es geht nicht darum, Vorsicht und Schutz gegen Ansteckung zu vernachlässigen, sondern dass man im Vertrauen auf die Gottesmutter Maria den Mut fassen kann, auch in der jetzigen Zeit Werke der christlichen Nächstenliebe zu vollbringen statt in der Angst zu verharren. Denn die Corona-Pandemie ist momentan nicht die einzigste Not auf diesen Planeten. Die Wundertätige Medaille ist für uns ein wichtiger Begleiter, der uns immer an dieses Vertrauen auf die Gottesmutter erinnert.

Die Fastenzeit ist einer Zeit der Umkehr und Buße. Die Corona-Pandemie macht die Notwendigkeit dazu nochmal besonders deutlich. Eine schöne und wichtige Aktion dazu ist „Deutschland betet gemeinsam“, welche am 8. April 2020 von 17 – 18.30 Uhr stattfindet. Machen Sie den ersten Schritt in dieser Zeit und seien Sie dabei! Und möge diesen ersten Schritt weitere folgen, damit – wie Frank Duff sagte – Gott in dieser Welt wieder mehr geliebt wird.

Durch Klick auf das Bild gelangen Sie zur Webseite!
VonMartin

Frauenpriestertum – Ja oder Nein?

Gerade durch den geplanten „Synodalen Weg“ der deutschen Bischofskonferenz sowie der Bewegung „Maria 2.0“ innerhalb der katholischen Kirche in Deutschland ist das Thema „Frauenpriesterum“ wieder ganz aktuell in den kirchlichen Debatten. So wundert es nicht, dass dies auch durchaus beim Religionsunterricht an den Schulen kontrovers diskutiert wird. Eine 16-jährige Schülerin hat dazu einen Aufsatz geschrieben, den wir freundlicherweise hier veröffentlichen dürfen:

Die Rolle der Frau wurde in der Kirche im Laufe der Zeit mehr ernst genommen. Mädchen dürfen Messdienerinnen werden, Frauen Pastoralreferentinnen. Ein enormer Fortschritt und trotzdem sind viele noch nicht zufrieden: Die Bewegung „Maria 2.0“ bekommt immer mehr Aufmerksamkeit und Zuspruch, sogar von katholischen Priestern, die in den Predigten dafür plädieren, der „Diskriminierung“ ein Ende zu setzen.

An einem Sonntag nach der Messe kam eine Frau auf mich zu und sagte: „Ihr müsst kämpfen. Es liegt an euch, etwas zu verändern.“ Ich wusste genau, was sie meinte. „Ganz ehrlich: Ich fühle mich nicht diskriminiert“, entgegnete ich. Die Frau war schockiert. Mit meiner Antwort hatte sie nicht gerechnet.

Das Frauenpriestertum ist ein sehr umstrittenes Thema, und in einigen Augen ist die Kirche frauenfeindlich. Ist das wirklich so?

Wenn man auf die Kirchengeschichte zurückblickt, gibt es doch einige Frauen, die besonders herausstechen, zum Beispiel Maria, die Mutter Jesu. In fast jeder Kirche findet man eine Marienstatue, den Rosenkranz betet man, weil Maria vor über 100 Jahren drei einfachen Kindern aufgetragen hat, für den Frieden zu beten und Marienwallfahrten sind immer noch Gang und Gebe.

Maria ist uns ein Vorbild, da sie „Ja“ zu Gott sagte und miterleben musste, wie er unschuldig gekreuzigt wurde. Ihre Stärke in diesem Leid und ihr Vertrauen auf Gott, aber vor allem die Tatsache, dass sie die „Mutter Gottes ist“, machen sie zu etwas Besonderem, weswegen sie nicht ohne Grund in der Kirche verehrt wird. Dann wären da noch Kirchenlehrerinnen wie Hildegard von Bingen und Heiliggesprochene wie Mutter Teresa, die sich selbstlos für Arme und Kranke eingesetzt hat, ganz gleich welcher Religion sie angehörten. Sie hat viel als „Bleistift Gottes“ bewirkt: Die Gründung eines Ordens, der sich weltweilt für Arme, Kranke und Ausgegrenzte einsetzt.

Im Text „Priestertum der Frauen“ spricht Ida Raming darüber, dass Frauen an der Gründung von Ortskirchen beteiligt waren. Auch wenn ich mit ihr bezüglich des Frauenpriestertums nicht einer Meinung bin, glaube ich, dass Frauen sich in der Kirche engagieren können und sollen. Sie sind ein wichtiger Bestandteil der Kirche. Das geht auch ohne Priesterin, Bischöfin oder Päpstin zu sein. Eine der ersten Jüngerinnen Jesu war Maria Magdalena, die laut der Bibel am Tag der Auferstehung Jesu zum Grab wollte, dort aber von Engeln die Information erhielt, dass Jesus auferstanden sei. Des Weiteren erschien ihr der Auferstandene Jesus zuerst. Sie war diejenige, die diese frohe Botschaft den Jüngern mitteilte. Obwohl sie nicht zum engsten Kreis der Zwölf gehörte, widmete der Vatikan im Jahre 2016 ein Fest, jährlich am 22.Juli.

Die Kirche selbst sieht ihren Auftrag, das Wort Gottes zu verkünden, und dazu ist jeder Einzelne wichtig, sowohl Frauen als auch Männer.

Warum die Kirche Frauen jedoch nicht zum Priestertum zulässt? Priestertum ist ein Dienst an den Gläubigen, und nicht ohne Grund spricht man vom „bischöflichen Hirtenamt“, denn ein Hirt kümmert sich um seine Schafe. Konkret gesagt: Der Bischof kümmert sich um seine Diözese. Außerdem ist der Priester mit der Feier der Eucharistie beauftragt, die auf das letzte Abendmahl zurückzuführen ist. An diesem Abend gab Jesus den Jüngern die Aufgabe, „dies zu {seinem} Gedächtnis“ (Lk 22,19) zu tun, also hat Jesus diesen Dienst am Sakrament nur Männern anvertraut. Männer, die einer Priesterberufung nachgehen, sollen deswegen ihr Amt nicht als Privileg und höhere Machtposition sehen, sondern als Dienst in der Kirche. Der Priester ist also Vertreter Christi, deshalb ist es schon seltsam, wenn Christus von einer Frau vertreten wird. Frauen zum Beispiel können schwanger werden, Männer jedoch nicht, aber dass sich ein Mann darüber beschwert hat, das habe ich noch nie erlebt. Christus hat uns das Priestertum geschenkt, und wir haben alle etwas davon! Ohne Priester könnten wir nicht zur Beichte,  es würde keine Eucharistiefeier geben, kirchlich heiraten usw., aber das allerwichtigste: ohne Priester keine Taufe! Wichtig ist zu berücksichtigen, dass er stellvertretend für Gott die Taufe spendet. In der Beichte sagt der Priester bei der Lossprechung, dass Gott durch den Dienst der Kirche, also den Priester Verzeihung schenkt und im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes von den Sünden losspricht.

Das Amt des Papstes ist ebenfalls auf Jesus zurückzuführen: „Du bist Petrus und auf diesen Felsen werde ich meine Kirche bauen“, sagt Jesus zu Petrus in Matthäus, Kapitel 16, Vers 18. Findet da nicht auch eine Diskriminierung statt, weil Jesus noch 11 andere Jünger zur Auswahl hatte? So lesen wir auch in Lukas, Kapitel 22, Vers 24-26: „Es entstand unter ihnen ein Streit darüber, wer von ihnen wohl der Größte sei. Da sagte Jesus zu ihnen: Die Könige herrschen über ihre Völker und die Vollmacht über sie haben, lassen sich Wohltäter nennen. Bei euch aber soll es nicht so sein, sondern der Größte unter euch soll werden wie der Jüngste und der Führende soll werden wie der Dienende.“ Dies ist einer der Gründe für die Bezeichnung des Papstes als „Diener der Diener Gottes.“

 Es geht nicht um Macht, die anderen Jünger haben auch einen Auftrag bekommen. Sie sind viel umhergereist, um das Evangelium zu verkünden und haben neue Gemeinden gegründet. Das ist genauso wichtig! Schließlich haben alle Jünger außer Johannes den Märtyrertod erlitten. Jesus hat Petrus das Amt des Papstes als Oberhaupt der katholischen Kirche übergeben, und damit die meiste Verantwortung. Auch er soll – wie die Priester – dienen, so wie Jesus es getan hat: „Ich bin nicht gekommen, um mich bedienen zu lassen, sondern um zu dienen.“ (Markus 10,45) Jesus selbst gab sich hin, um die Sünden der Menschheit auf sich zu nehmen und so das Tor zum Reich Gottes zu öffnen, so die theologische Deutung des Leidens und Sterbens Jesu. Es geht hier um einen selbstlosen Akt der Liebe, aus Liebe zu allen Menschen. Papst zu sein ist definitiv nicht der „Traumjob“, die Reisen, in der Öffentlichkeit zu stehen, Einsatz für den interreligiösen Dialog und allgemein viel Arbeit ist sicherlich anstrengend, besonders mit über 80 Jahren.

Nichtsdestotrotz haben die Kardinäle Papst Franziskus (oder Kardinal Bergoglio) gewählt, weil sie ihm zutrauen, dass er als Stellvertreter Christi die Kirche (mit etwa 1 Milliarden Katholiken) gut leiten wird.

Diese Ämterstruktur in der Kirche ist problematisch, weil man denkt, dass es um Macht geht, aber die „Bestimmung“ dieser Ämter ist der Einsatz für die Kirche und die Gläubigen.

Dass es in dieser Struktur (auch heute noch) viel Versagen gibt, ist Jesus sicherlich bewusst, z.B. Petrus´ Verleugnung, Jesus nicht zu kennen. Doch Jesus gab seine Jünger nicht auf. Nach seiner Auferstehung sammelte er die Jünger zusammen und schickte ihnen an Pfingsten einen Beistand, den Heiligen Geist.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass ich da keine Diskriminierung der Frau sehe.

Man hat als Frau verschiedene Möglichkeiten, sich in der Kirche zu engagieren, egal ob als Messdienerin, Pastoralreferentin oder einfach als Gemeindemitglied.

Schon die Tatsache, dass Frauen Messdienerinnen werden dürfen, ist ein enormer Fortschritt, den ich willkommen heiße. Die Aufgabe des Priesters ist, Stellvertreter Christi zu sein, und Jesus hat nur Männer für diesen Dienst ausgewählt. Wie Papst Johannes Paul II. 1994 schrieb, ist der „Ausschluss von Frauen vom Priesteramt in Übereinstimmung mit Gottes Plan für die Kirche“.

Zwar stimme ich in diesem Punkt mit der Kirche überein, dies bedeutet jedoch nicht, dass ich nichts an der Kirche zu kritisieren habe. Ich sehe da Verbesserungspotenzial, ob die Einführung des Frauenpriestertums die Kirchenbänke wieder füllt, wage ich zu bezweifeln.

Unser Ziel ist doch der Himmel. Wir Christen sollten uns bewusst sein, dass es nicht auf eine Position in der Kirche ankommt, wenn wir nach unserem Tod vor Jesus stehen.

Mutter Teresa sagte einmal: „Christus wird uns nicht fragen, wieviel wir geleistet haben, sondern, mit wie viel Liebe wir unsere Taten vollbracht haben.

VonMartin

Nur mal kurz die Welt retten – von Besitzern und Verwaltern

Wir sind nur Gast auf Erden und wandern ohne Ruh mit mancherlei Beschwerden der ewigen Heimat zu“. Dieser Text stammt von einem bekannten Lied aus dem Gotteslob, welches auch oft zu Beerdigungen gesungen wird. Doch ist uns der Sinn dieses Textes im normalen Alltagsleben wirklich bewußt?

„Muß nur noch kurz die Welt retten“ heißt es in einem Lied von Tim Bendzko. Das scheint aktueller denn je zu sein, denn gefühlt brennt es an allen Ecken und Enden. Bestes Beispiel ist die Debatte um den Klimaschutz. Die Zeit scheint immer knapper zu werden bei gleichzeitig ständig mahnender Erinnerung, dass immer noch zu wenig getan wird. Die Rede von Greta Thunberg beim UN-Klimagipfel in New York spricht da Bände: Da scheint sich eine Wut zu entladen, die sich angestaut hat, wenn Hoffnungen und Pläne nicht wie gewünscht wahrgenommen und umgesetzt werden. 

Ich weiß jetzt nicht, ob Greta Thunberg einen Gottesbezug hat. Aber unabhängig davon: Können wir als Christen nicht durchaus in die gleiche Situation gelangen? Umwelt- und Klimaschutz – ich nenne es einfach mal „Bewahrung der Schöpfung“ – geht uns Christen auch an. Wir können und sollten dazu auch unseren Beitrag leisten. Bei Ziele, die gut mit dem Fahrrad zu erreichen sind, auf das Auto zu verzichten – und ich habe auch etwas für meine Gesundheit getan. Den Konsum in vernünftige Grenzen zu halten – ist auch gut für mich selbst. Aber wie schnell ist die Versuchung da, zu den großen Zielen zu greifen. Dann wären wir schon wieder bei „kurz die Welt retten“. Es ist ja schön, wenn es so vielen Jugendlichen nicht gleichgültig ist, was mit unserer Umwelt geschieht. Doch die reine Fokussierung auf den Klimaschutz kann durch Kriege, Naturkatastrophen (die ja nicht nur vom Klimawandel herrühren müssen) und Seuchen ganz schnell wieder recht banal wirken. Auch wir selbst können durch Krankheiten, Unfälle und andere Schicksale getroffen werden, die uns vom vermeintlich großen Ziel abbringen.

Um an diesem Punkt zum Titel zurückzukommen: Sind wir nun Besitzer oder Verwalter? Den vorübergehenden Charakter eines Verwalters ist uns oft nicht so sympathisch. Das Gleichnis vom reichen Mann und seiner guten Ernte (vgl. Lk 12,13-21) führt uns aber die Unsinnigkeit vor Augen, nur an seinen Besitz zu hängen und es zu vermehren: „Noch in dieser Nacht wirst Du sterben – wem wird dann das gehören, was du angehäuft hast?“. Statt alte Scheuen abzureißen um größere zu bauen – wäre es nicht besser gewesen, andere von den Überschuss zu geben was in den eigenen Scheunen nicht mehr passt? Hier kommt selbst der untreue Verwalter (vgl. Lk 16,1-9) besser weg: Er erkennt die Situation, er überlegt wie er mit dem ihn zu Verfügung stehenden Mitteln das Beste daraus machen kann und handelt dann auch sofort. Jesus lobt ihn nicht wegen seiner Untreue, sondern dass er klug handelt.

Schnell können wir Christen auch dabei sein, dass wir wissen, wie es in der Kirche laufen muss. Wie Priester, Bischöfe oder der Papst sich zu verhalten haben und was sich alles ändern muss. Doch haben wir zuvor unsere eigene Situation betrachtet? Haben wir uns einen Überblick verschafft, welche Mittel uns zur Verfügung stehen, um die gewünschte Änderung herbeizuführen und haben wir wirklich das nötige Talent, dies auch vernünftig und liebevoll (die wohl wichtigste Zutat im kirchlichen Handeln) umzusetzen? Besitzlos sind wir auf die Erde gekommen und genauso besitzlos werden wir diese wieder verlassen. Unsere Fähigkeiten und die Güter, die wir im Laufe der Zeit erhalten, sind im tiefsten alle ein Geschenk Gottes und wir tun gut daran, diese mit Vernunft und Klugheit zu verwalten, damit wir einmal vor Gott Rechenschaft darüber geben können. Unsere eigene Geringfügigkeit in dieser Welt zu betrachten hilft uns, bei den kleinen Dingen anzufangen und es in Gottes Hand zu geben, was Er daraus machen wird.

Dies ist auch ein Plädoyer für die eigene Entspannung im Angesicht der Sorgen dieser Welt. Viele Dinge können wir nicht ändern – und wir müssen es auch nicht, denn wir sind nicht der Besitzer dieser Welt. Wir sind nur Verwalter der Gaben, die uns Gott zuteil werden lassen hat. Und wenn wir diese Aufgabe in rechter Weise annehmen um Gott damit zu dienen – ja dann kann Er auch das Angesicht dieser Welt erneuern.

VonMartin

Kleine Umfrage zum Thema „Religion“

Wir führen eine kleine Umfrage zum Thema „Religion“ durch und würden uns freuen, wenn auch Sie sich daran beteiligen. Hier können Sie unser interaktives PDF-Formular öffnen und ausfüllen. Senden Sie uns das ausgefüllte Formular dann einfach per E-Mail an uns (bitte „M1-CP“ zusätzlich im Betreff einfügen, damit die E-Mail nicht im Spam-Filter bleibt!). Bei dem Fragebogen geht es uns nicht darum, Daten für eine statistische Erhebung zu sammeln, sondern Ihnen die Möglichkeit einer Selbsteinschätzung des eigenen Standpunktes bei religiösen Fragen zu geben. Mit der Auswertung haben Sie eine Referenz, welche die Tendenz zu den Fragen bei den anderen Beteiligten dieser Umfrageaktion zeigt. Die Daten werden natürlich anonym ausgewertet. Vielen Dank!

Hinweis: Manche Browser haben nur ein einfaches PDF-Plugin, mit dem das interaktive PDF-Formular nicht korrekt ausgefüllt werden kann bzw. die eingegebenen Daten nicht übernommen werden. Wir empfehlen Ihnen das Adobe Reader Plugin, welches auch den direkten Versand per E-Mail ermöglicht. Alternativ sichern Sie das interaktive PDF-Formular und öffnen es zum Ausfüllen mit dem Programm Adobe Acrobat Reader DC, welches kostenlos im Internet erhältlich ist. 

Das bisherige Ergebnis beruht auf 29 ausgefüllte Fragebögen – Mehrfachnennungen sind möglich:

  1. Gehören Sie einer Religion an?
    [ 14% ] – Nein
    [ 66% ] – Ja, katholisch
    [ 21% ] – Ja, evangelisch
  2. Würden Sie sich selbst als religiös bezeichnen?
    [ 79% ] – Ja
    [ 21% ] – Nein
  3. Gibt es eine Religion, die Ihnen sympathisch ist?
    [ 17% ] – Nein
    [ 14% ] – Ja, christlich allgemein
    [ 28% ] – Ja, christlich katholisch
    [ 24% ] – Ja, christlich evangelisch
    [ 10% ] – Ja, Buddhismus
    [   3% ] – Ja, Hinduismus
    [   3% ] – Ja, Judentum
  4. Sehen Sie einen Zusammenhang zwischen Gewalt, Kriege und Religion?
    [   9% ] – Nein
    [ 34% ] – Ja, sie sind dem förderlich
    [ 31% ] – Ja, sie sind die Ursache dafür
    [ 26% ] – Religionen können helfen Krieg und Gewalt zu überwinden
  5. Was könnte für mehr Frieden auf der Welt sorgen?
    [   6% ] – Wenn es (bestimmte) Religionen nicht mehr geben würde
    [ 42% ] – Wenn die Menschen sich wieder mehr auf ihre Religion besinnen würden
    [ 48% ] – Andere Gründe / Möglichkeiten
    [   3% ] – Weiß nicht
  6. Religiösität ist Ihrer Meinung nach
    [ 33% ] – In der Natur des Menschen
    [ 42% ] – Anerzogen / vorgelebt
    [   2% ] – Indoktriniert
    [ 23% ] – Eine eigene Wahl
  7. Welche der folgenden Punkte würden Sie auch als religiöse Handlung ansehen:
    [ 46% ] – Meditieren
    [   0% ] – Shoppen am verkaufsoffenen Sonntag
    [   8% ] – Weihnachtsmarkt besuchen
    [ 31% ] – Im Wald spazieren gehen
    [ 15% ] – Keiner der genannten Punkte
  8. Glauben Sie an die Existenz Gottes als Schöpfer und Ursprung allen Seins?
    [ 66% ] – Ja
    [ 31% ] – Nein
    [   3% ] – Weiß nicht
  9. Sind für Sie die folgenden drei Fragen von Bedeutung:
    Woher komme ich? Warum bin ich hier? Wohin gehe ich?
    [ 83% ] – Ja
    [ 17% ] – Nein
  10. Welche der folgenden religiösen Personen wäre ihnen am ehesten ein Vorbild?
    [ 25% ] – Papst Franziskus
    [ 17% ] – Dalai Lahma
    [ 11% ] – Margot Käßmann
    [ 25% ] – Mutter Theresa
    [ 22% ] – Keiner der genannten Personen
  11. Wie wird Ihrer Meinung nach das Europa der Zukunft werden?
    [ 35% ] – Atheistisch / Humanistisch
    [ 12% ] – Muslimisch
    [ 18% ] – Christlich
    [ 35% ] – Weder noch
  12. Wie sehen Sie insgesamt die Zukunft für Europa?
    [ 21% ] – Es wird besser
    [ 38% ] – Es wird schlechter
    [ 41% ] – Weder noch
  13. Was trifft für Sie am ehesten in Bezug auf die katholische Kirche zu?
    [ 35% ] – Ein Ort, in dem ich mich als Christ zugehörig fühle
    [ 20% ] – Eine Diskrepanz zwischen Wort und Tat
    [   2% ] – Etwas, dass total überflüssig ist
    [ 17% ] – Etwas, dass zur Menschheit gehört
    [ 26% ] – Eine Kirche von der ich mehr erwarten würde
VonMartin

Alpha-Kurs: Gott und dem Sinn des Lebens auf der Spur

Keine Frage treibt uns Menschen mehr um als die Frage nach dem Sinn des Lebens.

Was gibt es außer Beruf und Shopping noch?
Wozu sind wir auf der Welt?
Wenn es Gott wirklich gibt, warum ist soviel Leid und Unrecht auf der Erde?

An die Frage nach dem Sinn ist nicht nur der Wunsch nach Verstehen geknüpft, sondern auch das Bedürfnis, unserem Leben mehr Tiefe und Bedeutung zu geben.

Der Alpha-Kurs ist eine Möglichkeit, sich gemeinsam auf den Weg zu machen und dem Sinn auf die Spur zu kommen. Im Alpha-Kurs erfahren Sie, was Christen glauben und wie sie leben. Denn für Christen hängt der Sinn des Daseins unmittelbar mit der Botschaft Jesu Christi zusammen.

Alpha-Kurs-Themen:
1 Hat das Leben mehr zu bieten?
2 Wer ist Jesus?
3 Warum starb Jesus?
4 Was kann mir Gewissheit im Glauben geben?
5 Warum und wie bete ich?
6 Wie kann man die Bibel lesen?
7 Wie führt uns Gott?
8 Wer ist der Heilige Geist?
9 Was tut der Heilige Geist?
10 Wie werde ich mit dem Heiligen Geist erfüllt?
11 Wie widerstehe ich dem Bösen?
12 Warum mit anderen darüber reden?
13 Heilt Gott auch heute noch?
14 Welchen Stellenwert hat die Kirche?
15 Wie mache ich das Beste aus meinem Leben?

  • wissen und verstehen möchten, was Christen glauben,
  • als Christen die Grundlagen ihres Glaubens auffrischen möchten.

Ablauf der abendlichen Treffen:

  • Begrüßung und Einführung
  • Thematischer Impulsvortrag in Form eines Videos
  • Austausch in Kleingruppen
  • Abschluss im Plenum
Informationsabend:
Donnerstag, 27. Juni 2019
19:30 Uhr im Pfarrheim St. Laurentius
(Gemeinde St. Georg) Hemdener Weg 19

Veranstaltungsort der Kurse:
Pfarrheim St. Laurentius, Hemdener Weg 19, 46399 Bocholt
jeweils von 19:00 Uhr bis 21:00 Uhr.

Kursstart und nachfolgende Termine:
Sonntag, 15.09.2019
Sonntag, 29.09.2019
Sonntag, 13.10.2019
Sonntag, 27.10.2019
Sonntag, 10.11.2019
Sonntag, 24.11.2019
Sonntag, 08.12.2019
Sonntag, 15.12.2019
Samstag Einkehrtag 10-17 Uhr 11.01.2020
Sonntag, 26.01.2020
Sonntag, 09.02.2020
Sonntag, 23.02.2020
Sonntag, 08.03.2020
Sonntag, 22.03.2020 (Abschlussabend)

Weitere Informationen unter: www.alphakurs.de

VonMartin

Bericht von der Acies-Feier 2019

Am Sonntag, den 10. März 2019 um 15 Uhr fand in der St. Georg-Kirche die Acies-Feier der Bocholter Gruppe der Legion Mariens statt. Wie in jedem Jahr schloss sich dem ein gemütliches Beisammensein im Pfarrheim an.

Wohl auch bedingt durch das stürmische Wetter kamen zu diesjährigen Acies-Feier weniger Gäste als sonst – so dass diesmal ein großer Tisch für die Gäste im Pfarrheim reichte. Dies schmälerte aber nicht die Stimmung – und dies ist auch ganz wichtig – gerade bei so stürmischen Zeiten, die nicht nur das Wetter draußen sondern auch die katholische Kirche als solches betreffen.

Da das Präsidium in Münster dieses Jahr keine eigene Acies-Feier abhält, kamen zwei Legionäre vom dortigen Präsidium, um an die Bocholter Acies-Feier teilzunehmen. Insgesamt war es eine frohe Runde, die uns bestärkt hat, als Legionäre weiter im Dienst Mariens zu stehen.

VonMartin

Bericht vom Schriftenstand am 15.09.2018 in Bocholt

Am Samstag, den 15.09.2018 ab 10 Uhr veranstalteten wir von der Legion Mariens Gruppe aus Bocholt unseren diesjährigen Schriftenstand in der Innenstadt von Bocholt. Bei gutem Wetter hatten wir die Möglichkeit, Interessenten Schriften über den christlichen Glauben anzubieten, Glaubensgespräche zu führen und zum Knüpfen des Rosenkranzes einzuladen.

Mit Bildern von der Muttergottes, von Papst Franziskus, vom Rosenkranz und vom Bocholter Kreuz sowie unserer Legion Mariens-Tischdecke haben wir unserem Schriftenstand ein klares katholisches Outfit gegeben. Unsere Kleinschriften zu verschiedensten Glaubensthemen wie „Wer war Jesus?“ oder „Wie kann man beten?“ stießen bei den Besuchern unseres Standes auf reges Interesse. Schnell zeigten sie sich offen für Gespräche und nahmen auch an unserer kleinen Umfrage zum Thema Religion teil, dessen Ergebnisse hier eingesehen werden können.

Eindruck erweckte auch das Knüpfen des Rosenkranzes. Doch scheuten sich viele, diesen selber zu knüpfen, da dies natürlich auch Zeit, Geduld und ein wenig Fingerspitzengefühl erfordert. So haben wir uns auch bereiterklärt, für Besucher einen Rosenkranz zu knüpfen, den sie dann später freudig von uns entgegen nahmen.

Die Gespräche zeigten, dass man durch einen Schriftenstand mitten in einer „Einkaufsmeile“ mit den verschiedensten Personen in Kontakt kommen kann. Ein älterer Mann war verwundert, dass wir nicht wußten, das Jesus noch 6 leibliche Geschwister hatte und Maria somit keineswegs Jungfrau war. Wir erklärten ihm, dass es doch vor allem entscheidend ist, dass Jesus wahrer Gott und wahrer Mensch ist und somit Gott sein leiblicher Vater ist, wie wir es auch im Glaubensbekenntnis beten „Empfangen durch den Heiligen Geist“. Im fiel es schwer, an Ereignisse zu glauben, die aus menschlicher Sicht übernatürlich sind. Dennoch hörte er gerne zu und bat, dass wir uns bezüglich der 6 Geschwister informieren sollten um ihn dann telefonisch zu kontaktieren, was wir dazu zu sagen hätten.

Ein Mann aus den Niederlanden sagte zu uns: „Sie sind katholisch – sind sie auch stolz darauf?“ Er sprach uns dabei auf die Mißbrauchsfälle an, die aktuell wieder ein großes Thema in den Medien sind. Auch wenn die Medien durch ihre Berichterstattung oft den Eindruck erwecken, dass der Mißbrauch im kirchlichen Umfeld erheblich öfter vorkommt als in anderen Bereichen, so antworteten wir ihm auch, dass natürlich die katholische Kirche eine besondere Vorbildfunktion und Verantwortung hat und daher solche Mißbrauchsfälle um so schlimmer wiegen. Obwohl der Mann keiner Religion angehörte und sich auch nicht als religiös bezeichnete, war doch ein gutes Gespräch möglich. Schließlich bejahte er, dass die Fragen „Woher komme ich? warum bin ich hier? Wohin gehe ich?“ für ihn von Bedeutung sind und zum Abschluß konnten wir ihm die Wunderbare Medaille mit Erklärung überreichen, die er dankend annahm.

Eine ältere Frau besuchte unseren Stand. Sie ist evangelisch, religiös und besucht auch gerne katholische Kirchen. Aber sie leidet stark unter einer gefühlt lieblosen Umgebung, die auf Hilfe keinen Dank zeigt und einen oft im Stich läßt. Auch hadert sie mit Gott, wie er das Böse in der Welt so zulassen kann. Wir sprachen mit ihr darüber, dass Gott den Menschen befähigen will, zu lieben. Doch die Liebe kann nur aus der Freiheit entstehen und diese Freiheit kann der Mensch auch zum Bösen mißbrauchen. Gott ist es, der uns in solchen Situationen Trost spenden kann. Wir knüpften für die Frau einen Rosenkranz, den sie gerne haben wollte. Sie war sichtlich gerührt, als wir ihr den Rosenkranz schenkten. Sie versprach, für uns ein „Vater unser“ zu beten.

Eine ausländisch stämmige Frau fragte uns, ob wir Material über Lourdes haben. Sie ist dort gewesen und hat in Lourdes die heilende Wirkung des Wallfahrtortes erfahren. Sie betet viel und war auch an den Rosenkranz interessiert, den wir ihr überreichten. Auf unsere Anfrage, ob sie bereit wäre, die Legion Mariens im Gebet zu unterstützen, gab sie für die betende Mitgliedschaft Ihre Zusage.

Zwei junge Mädchen kamen zu unserem Stand und schauten interessiert zu, wie wir den Rosenkranz knüpften. Das eine Mädchen sagte, dass sie einen Rosenkranz zu ihrer ersten hl. Kommunion erhalten hatte. Das andere Mädchen ergänzte, dass sie im nächsten Jahr zur ersten hl. Kommunion kommt. Sie war schon ganz stolz, dass sie fast komplett das „Vater unser“-Gebet auswendig konnte. Darauf hin schenkten wir ihr den Rosenkranz und gaben ihr auch gleich die Anleitung dazu, wie man diesen betet. Auch bekamen die beiden die Wunderbare Medaille, die sie mit kindlicher Freude annahmen.

So packten wir gegen 14.30 Uhr unseren Schriftenstand wieder zusammen in der Hoffnung, dass wir doch einigen Menschen etwas von der Gegenwart und Liebe Gottes übermitteln konnten. Möge auf der Fürsprache der Gottesmutter Maria unser Herr Jesus Christus dafür sorgen, dass die Arbeit auch Früchte trägt.