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VonMartin

Corona und die Kirche – ein Kommentar

Corona und die Kirche – Ein Kommentar zum Umgang der Kirche mit der Corona-Krise.

In einer Zeit in der sich fast jeder in unserem Land gegen das Corona-Virus impfen lassen kann, nimmt auch der Druck seitens des Staates zu, dies zu tun. Zunehmende Beschränkungen für den Zugang zu Restaurants, Veranstaltungen, Krankenhäusern und Heimen durch Anwendung von 3G (nur für geimpfte, genesene oder getestete) bzw. 2G (nur geimpfte und genesene) sowie die Einstellung der Kostenübernahme für Corona-Tests sind das Zeichen: Ja, impfen ist freiwillig aber Du wirst zunehmend ein Problem haben, wenn Du es nicht tust. Daraus entwickelt sich auch ein zunehmender gesellschaftlicher Druck, der zum großen Teil von der Politik über die Medien zu den Leuten transportiert wird: Sich nicht impfen zu lassen, ist unsolidarisch, es gefährdet das Gemeinwohl und eine Verweigerung der Impfung ist auch gar nicht nachvollziehbar.

Von dieser Debatte bleibt auch die katholische Kirche nicht unberührt. wäre es daher nicht klug, sich diesen momentanen Kurs anzuschließen? Würde man die 3G (oder evtl. später die 2G) auf den Gottesdienst anwenden, dann wären die Abstandsregeln nicht mehr nötig, Masken brauchen nicht mehr benutzt zu werden – quasi alles so schön, wie es einmal war. Kurz ist auch der Vatikan in den Schlagzeilen geraten: Aufgrund der Anwendung der 2G auf die Schweizer Garde wurden drei Gardisten vom Dienst suspendiert, weil diese sich nicht impfen lassen wollten – drei weitere haben zuvor schon freiwillig ihren Dienst quittiert. Kann man sich da nicht sogar den Segen des Papstes sicher sein, wenn man konsequent 3G oder 2G auf die Gottesdienste anwendet?

Und doch könnte dies einen pfaden Beigeschmack bekommen, denn es wird immer welche geben, die sich nicht impfen lassen wollen. Selbst schuld könnte man sagen – und es ist sicherlich auch schon für nicht wenige Menschen in diesem Lande ok, wenn man Ungeimpfte bestimmte Solidarleistungen einer Gesellschaft verweigern würde: Ob der Zugang zur Behandlung im Krankenhaus oder eben auch der Zugang zum Gottesdienst und den damit verbundenen Sakramenten. Selber schuld, denn man kann sich ja impfen lassen.

Folgendes ist dabei zu bedenken: Solange es keine Impfflicht gibt, liegt es auch in der Freiheit des Menschen, die Impfung zu verweigern. Auch das ist ein Teil der Freiheit, die zu unserem demokratischen Grundverständnis gehört, selbst wenn man es als töricht empfindet, sich nicht impfen zu lassen. Und die Kirche muss immer auch die himmlische Perspektive im Blick behalten, denn es ist ihre primäre Aufgabe, den Menschen zu helfen, das ewige Heil zu erlangen. Da es nicht töricht ist, davon auszugehen, dass es für den Zugang zum Himmel keine Impfflicht geben wird, kann die Kirche für das Heil des Menschen die Teilnahme am Gottesdienst und den Empfang der Sakramente aufgrund fehlender Impfung nicht verweigern. Es ist ja auch kein Zustand schwerer Sünde, wenn man nicht geimpft ist, so dass die Impfung erste Pflicht wäre, um das ewige Heil zu erlangen. Das mag sich jetzt banal oder gar lächerlich anhören, aber als Christen sollten wir wissen, dass der Gottesdienst nicht ein „Event“ ist, sondern ein ganz wichtiges Element unserer Verbindung zu Jesus Christus. Und dies sollten wir uns verinnerlichen, bevor wir vorschnell bestimmte Menschen vom Gottesdienst ausschließen.

Doch was sagt die Heilige Schrift dazu, zumal es ja früher noch keine Corona-Krise gab? Aber es gab vergleichbare Situationen. Hier empfiehlt sich, den Römerbrief des Heiligen Paulus, Kapitel 14, Vers 1-23 zu lesen. Übertragen auf der heutigen Zeit: Während der eine glaubt, dass es in Gottes Sinne ist, sich impfen zu lassen, verzichtet der andere darauf, weil es ihm sein Gewissen verbietet. „[…] deshalb überlasst es Gott, sein Verhalten zu beurteilen.“ (14,4) und „[…] Entscheidend ist aber, dass jeder von dem überzeugt ist, was er denkt!“ (14,5). Paulus geht es darum, die Gewissensfreiheit der Christen untereinander zu betonen und gleichzeitig dazu aufzufordern, nicht den anderen aufgrund abweichender Meinung zu verurteilen, was schnell zur Spaltung innerhalb der Gemeinde führt. Bezüglich Spaltung ist auch noch der 1. Korintherbrief, Kapitel 12, Vers 12 bis 31 lehrreich für uns: „Einige von uns sind Juden, andere Nichtjuden; einige sind Sklaven, andere frei. Aber wir haben alle denselben Geist empfangen und gehören durch die Taufe zu einem einzigen Leib“ (12,13). Viele von uns sind geimpft, andere wiederum nicht, könnte man heute hinzufügen. „So bildet ihr gemeinsam den Leib von Christus, und jeder Einzelne gehört als ein Teil dazu“ (12,27).

Nun ist sicherlich aber auch noch ein wichtiger Punkt zu bedenken: Die Freiheit entbindet ja den Christen nicht von der Vernunft. Nicht wenige halten es ja für absolut unverantwortlich, sich nicht impfen zu lassen. Doch bevor man sich diesen Vorwurf zu eigen macht, sollte man sich damit auseinandersetzen, ob es nicht auch Gründe gibt, sich nicht impfen zu lassen?

In erster Linie schütze ich mich mit einer Impfung selbst vor dem Corona-Virus. Tue ich es nicht, könnte ich ja zu einer Belastung für unser Gesundheitssystem werden. Nun wissen wir, dass das Corona-Virus nicht alle Menschen gleich stark belastet. Risikogruppen sind Menschen, dessen Immunsystem geschwächt ist, z. B. durch Alter oder bestimmte Vorerkrankungen. Da dürfte die Risiko/Nutzen-Abwägung einer Impfung im Falle einer Corona-Erkrankung und den damit verbundenen Folgen schon im eigenen Interesse schnell für eine Impfung sprechen. Und die Impfquote in unserem Lande scheint ja auch zu bestätigen, dass die Menschen das Virus diesbezüglich ernst nehmen. Nun kann man natürlich argumentieren, dass in einigen Fällen nicht nur alte Menschen oder Menschen ohne bestimmte Vorerkrankungen schwer an Corona erkranken. Stimmt, aber wäre es deshalb schon verhältnismäßig, die Impfung zu fordern? Müsste man dann nicht schon eher Menschen, die rauchen oder sich ungesund ernähren und dadurch fettleibig sind, auffordern, damit aufzuhören, da diese sonst unser Gesundheitssystem zu stark belasten?

Nun geht es natürlich auch darum, den anderen vor das Corona-Virus zu schützen. Mittlerweile wissen wir ja, dass man auch mit Impfung das Corona-Virus bekommen und es auch weitergeben kann. Das Argument ist, dass – neben dem Schutz vor einem schweren Krankheitsverlauf – durch die Impfung man das Corona-Virus nicht so leicht bekommt und auch nicht so leicht übertragen kann. Wie gut die Impfung aber wirklich vor Ansteckung und Weitergabe schützt, kann noch nicht genau gesagt werden. Dazu fehlen einfach die Langzeiterfahrungen und die damit verbundenen statistischen Erhebungen. Der kommende Herbst/Winter und die damit verbundenen Infektionswellen werden uns neue Erkenntnisse diesbezüglich bringen. Warum sollte bis dahin nicht gelten: Wer sich impft, hat den besseren Schutz vor dem Corona-Virus und trägt somit nicht das höhere Risiko, schwer an Corona zu erkranken. Sollte dies nicht gelten, ist dann nicht eher der Impfstoff das Problem statt der Ungeimpfte, der mir begegnen könnte?

Gerade der beschränkte Wissensstand, auch was die Wirkungseffektivität und -dauer der Impfung angeht, ist keine solide Basis, Menschen, die sich nicht gegen das Corona-Virus impfen lassen, als unverantwortlich bzw. unvernünftig zu bezeichnen. Denn einen beschränkten Wissensstand gibt es auch bezüglich der (Langzeit-)folgen einer Impfung. Was macht die Impfung auf Dauer mit meinem Körper und meinem Immunsystem – vor allem wenn wiederholende Impfungen notwendig werden? Wir wissen, dass die Vektor- und mRNA-Impfstoffe noch relativ neu sind und nie in einem solch großen Umfang verimpft wurden. Weiterhin wissen wir, dass die Impfstoffe in Rekordzeit entwickelt wurden – so schnell wie nie zuvor. Somit ist es gar nicht möglich, dass dazu detaillierte Langzeiterfahrungen vorliegen. Es wird Jahre brauchen, bis wir hierzu verlässliche und belastbare Informationen haben.

Kann es somit nicht auch ein vernünftiges Argument sein, dass man statt der Impfung sein Immunsystem z. B. durch gesunde Ernährung, Sport, Wechselbäder und eine ausgeglichene Lebensweise stärkt, zumal es ja auch noch andere Krankheiten als das Corona-Virus gibt? Eine vernünftige Diskussionskultur anstatt pauschaler Ausgrenzung wäre hier das Gebot der Stunde. Hier sollten wir als Christen mit gutem Beispiel vorangehen – und die Ausgrenzung durch 3G oder 2G an der Gottesdienstteilnahme wäre definitiv das falsche Zeichen! Gerne beteiligen Sie sich an dieser Diskussion mit Hilfe der Kommentarfunktion zu diesem Artikel!

VonMartin

Über die Legion Mariens

An dieser Stelle möchte ich die Statio, welche wir am 30.04.-01.05.2016 in der Pfarrei St. Georg, Bocholt, gehalten haben, nochmal präsentieren. Sie fasst gut zusammen – passend zum 100jährigen Jubliäum – was die Legion Mariens ist und was uns als Gruppe der Legion Mariens bewegt:

Die Legion Mariens ist mit weltweit 13 Millionen Mitglieder die größte katholische Laienbewegung. Sie wurde 1921 von Frank Duff aus Irland in der dortigen Hauptstadt Dublin gegründet. Der seinerzeit 32 Jahre junge Mann war Staatsbeamter im Finanzministerium. Dort hätte er sicherlich eine gute Karriere machen können, doch seine große Empfindsamkeit für die Nöte der Armen und Benachteiligten bewegte ihn dazu, dass er bald seine Beamtenlaufbahn beendete um sich ganz seinem Werk zu widmen. Mit Hilfe der Frauen und Männer, die sich in der Legion Mariens engagieren, wurden die Menschen in den Randgruppen besucht und betreut. Auch wenn Heime für ehemalige Prostituierte, obdachlose Männer und ledige Mütter in Dublin entstanden, ging es nicht in erster Linie um die materielle Hilfe, sondern um die Menschen aus ihrem seelischen Leid herauszuführen. Frank Duff sandte auch Legionäre in verschiedene Länder der Welt, die für die Ausbreitung der Legion Mariens sorgten. So wurde die Legion Mariens in Deutschland 1945 – also direkt nach dem 2. Weltkrieg – durch Hilde Firtel begründet.

Die Legion Mariens versteht sich als eine apostolische Laienorganisation der katholischen Kirche – doch was heißt das: „apostolische Laienorganisation“? An dieser Stelle möchte ich gerne auf die Lesung aus der Apostelgeschichte eingehen, die wir gerade gehört haben. Dort wird von großer Aufregung und heftigen Auseinandersetzungen innerhalb der noch jungen christlichen Gemeinde gesprochen.

Dies mag für uns erstmal auch tröstlich klingen, dass es nicht nur zu unserer Zeit Probleme innerhalb der Kirche gibt, sondern auch schon immer gegeben hat: Da kommen Leute, setzen etwas in die Welt, in diesem Fall, dass man das Seelenheil verliert, wenn man sich nicht nach dem Brauch des Mose beschneiden lässt, und zurück bleibt die Verwirrung.

Doch die Apostel handelten: Sie wählten Männer aus Ihrer Mitte aus, die sie zu den Mitchristen sandten um für Klarheit zu sorgen. Interessant dabei ist die Aussage „Denn der Heilige Geist und wir haben beschlossen“. Schließlich hatten die Apostel ja noch nicht die hl. Schrift so wie wir sie kennen oder etwa den Katechismus der katholischen Kirche, der uns Antworten auf die Fragen des Lebens aus christlicher Sicht gibt. Sie haben sich also vom Geist Gottes leiten lassen und dessen Frucht ist nicht die Verwirrung sondern die Wahrheit, die zur Einheit im Glauben führt.

Das Laienapostolat bedeutet also neben der tätigen Nächstenliebe auch vom Glauben Zeugnis zu geben und von der Frohbotschaft Jesu Christi zu sprechen, so wie es auch schon die Apostel in der Ur-christlichen Gemeinde getan haben. Wäre sonst eine Ausbreitung des Christentums überhaupt denkbar gewesen?

Ich möchte damit verdeutlichen, dass jedem getauften Christen als Aufgabe mitgegeben ist, seinen Glauben auch zu leben. Dies ist ein Wesenselement unseres Glaubens, damit dieser auch in der heutigen Zeit weitergegeben werden kann.

Wir können viel darüber jammern, dass die Kirchen immer leerer werden, doch wenn wir unseren Glauben so leben, als wäre er reine Privatsache, dann geben wir dieser Entwicklung nur Vorschub.

Im Johannesevangelium hören wir gleich, dass Jesus gesagt hat: „Wenn jemand mich liebt, wird er an meinem Wort festhalten; mein Vater wird ihn lieben, und wir werden zu ihm kommen und bei ihm wohnen.“ Doch wie soll der Mensch Jesus lieben, wenn er Jesu Wort nicht kennt, wenn er seine frohe Botschaft, das Evangelium nicht erfährt? Wer bringt ihnen die Klarheit seines Wortes, um die Menschen vor den vielen Verwirrungen dieser Zeit zu schützen?

Wir von der Legion Mariens möchten uns dieser Aufgabe widmen, da die Kirche, das Volk Gottes, die Bereitschaft jedes einzelnen braucht, daran mitzuarbeiten, dass Gott in dieser Welt wieder mehr geliebt wird. Dies war auch immer ein Herzensanliegen von dem Gründer Frank Duff. Möglichkeiten dazu gibt es viele: Besuche bei Neuzugezogenen, Besuche bei Gemeindemitgliedern, die keinen geregelten Kontakt mehr zur Gemeinde haben oder einen Schriftenstand in der Fußgängerzone, bei denen man mit Interessierte über den Glauben ins Gespräch kommt.

Daher möchten wir Sie bitten, unsere Gemeinschaft durch aktive Teilnahme zu stärken oder auch durch ihr regelmäßiges Gebet zu unterstützen, damit die Tätigkeiten auch Frucht tragen.

Wir stellen unseren Dienst dabei unter die Fürsprache der Gottesmutter Maria, denn sie ist der beste Weg zu ihrem Sohn Jesus Christus, der uns, wie wir im Evangelium hören werden, den Heiligen Geist schenken und uns seinen Frieden geben wird.

VonMartin

Kann denn Liebe Sünde sein?

Auf einer Kirchentür wurde ein kleines Plakat mit der Aufschrift „Liebe ist keine Sünde“ auf regenbogenfarbenem Hintergrund aufgeklebt. Vermutlich als eine Mahnung an die Kirche, die nicht von ungefähr kommt. Eine Debatte, losgelöst durch ein Schreiben vom Vatikan, dass die Segnung homosexueller Paare nicht möglich ist. Wir Christen sollten die Mahnung nicht ignorieren und bereit sein, Stellung zu nehmen und in achtungsvoller Art und Weise darüber diskutieren. Dazu möchten wir einige Fragen und Aspekte als Anregungen geben und laden zum konstruktiven Austausch (Kommentar-Funktion unten!) ein:

Diskriminiert hier nicht der Vatikan? Der Vatikan stellt auch klar, dass homosexuellen Personen mit Achtung, Mitgefühl und Takt zu begegnen ist. Tatsächlich spricht nichts gegen die Segnung homosexueller Personen und es spricht auch nichts dagegen, wenn homosexuelle Menschen in geschwisterlicher Liebe füreinander da sind. Der eigentliche Knackpunkt dieser Debatte liegt darin, dass der Vatikan die Segnung der homosexuellen Partnerschaft ablehnt, da in der Regel diese Partnerschaft die gleichgeschlechtliche sexuelle Praxis mit einschließt. So wäre auch die Verweigerung der kirchlichen Trauung gleichgeschlechtlicher Paare aus dem selben Grund als Diskriminierung anzusehen.
Doch genau gesehen beginnt die Diskriminierung schon bei Gott, denn er verweigert der Homopartnerschaft die höchste Frucht der Liebe einer geschlechtlichen Beziehung: Die Zeugung eines Kindes. Oder ist es Gottes Wille, dass wir Menschen durch Embryonenzucht und Leihmutterschaft dem nachhelfen müssen um der Gleichberechtigung willen?

Ist es noch zeitgemäß, das biblische Zeugnis als Maßstab zu nehmen? Es gibt Stellen sowohl im alten (Gen 19,4-7; Lev 18,22) als auch im neuen Testament (Röm 1,26-27; 1 Tim 1,10), die die praktizierte Homosexualität ablehnen. Ist die Bibel für uns noch maßgebend oder legen wir sie einfach falsch aus? Wenn sie nicht mehr für uns maßgebend ist, wer entscheidet dann, was für uns Christen heute das Maß der Dinge ist? Ist es nicht Christus selbst (Mt 23,10)? Ist daher nicht auch noch heute sein Wort unser Maßstab (Mt 5,17-19)?

Kann denn Liebe Sünde sein? „Liebe ist keine Sünde“: Das müssten wir als Christen – gerade auch im Hinblick auf das Hohelied der Liebe (1 Kor 13) – uneingeschränkt mit „ja“ beantworten. Doch müssen wir hier nicht erst differenzieren, dass es um die Sexualität geht und gerade als Kirche wissen wir, dass im Umgang mit der Sexualität auch viel schlimmes passiert ist, so dass man eher fragen muss „Kann denn Sünde Liebe sein?“. Hat Jesus der Sexualität mit der Bekräftigung der Ehe zwischen Mann und Frau einen schützenden Raum geben wollen (Mt 19,3-9)? Hat er nicht mit Begriffen wie „Unzucht“ und „Ehebruch“ (Mk 7,20-23) darauf hingewiesen, dass wir uns damit schädigen, wenn wir diesen schützenden Raum verlassen? Tragen wir als Christen nicht alle Verantwortung im Umgang mit der Sexualität – auch innerhalb der Ehe? Können wir die gleichgeschlechtliche Sexualität vor Gott verantworten?

Domine, quo vadis? (Herr, wohin gehst du?) – Darstellung in St. Josef, Bocholt
VonMartin

Das „3-Gänge-Menü“ – mal anders

Im Osterpfarrbrief 2021 hat unsere Pfarrgemeinde St. Josef, Bocholt unseren Beitrag zum monatlich stattfindenden „Abend der Anbetung“ veröffentlicht. Diesen Bericht möchten wir auch auf unsere Webseite anbieten:

Ob Fitness oder gesunde Ernährung: Es gibt viele Möglichkeiten, etwas für unseren eigenen Körper zu tun und es wird auch gerne wahrgenommen. Doch wie sieht es mit unserem Geist aus? Das monatliche Angebot der Legion Mariens in der frisch renovierten St. Josef-Kirche serviert dafür ein 3-Gänge-Menü:

1. Gang: Der Rosenkranz
Wir beginnen um 19:30 Uhr in der Kirche mit der Aussetzung des Allerheiligsten und danach gemeinsam mit dem Gebet des Rosenkranzes. Man denkt, das ist ja immer das Gleiche. Aber lassen wir uns auf den meditativen Charakter des Rosenkranzes ein. Damit kommen wir in einen Rhythmus des Gebetes, der uns helfen kann, von den Sorgen des Alltags abzuschalten und immer mehr in die Ruhe der Gegenwart Gottes einzutauchen. Der Rosenkranz hilft uns, die Stationen im Leben Jesu Christi zu betrachten.

2. Gang: Die stille Anbetung vor dem Allerheiligsten
Das Brot in der Monstranz, in dem Jesus wahrhaft gegenwärtig ist! Haben wir uns schon mal gefragt, warum wir mit Gott sprechen sollten, wenn er scheinbar doch nicht antwortet? Haben wir dann auch schon mal darüber nachgedacht, dass Gott antwortet, wir aber nicht hinhören?

Die Stille ist eine Hilfe, von dem Alltagslärm und -sorgen Abstand zu nehmen. So kann sie uns bei der Anbetung dazu befähigen, wieder hinzuhören – unseren Geist auf Gott zu richten, damit er uns gute Gedanken geben kann und durch den heiligen Geist zu uns spricht. Schauen wir dabei ganz auf den gegenwärtigen Christus in der Monstranz, danken wir IHM für das Gute, das uns geschenkt worden ist, tragen wir IHM unsere Sorgen vor und bitten wir IHN um die Kraft für die kommende Zeit. Preisen und loben wir IHN dafür, dass ER es so gut mit uns meint.
Räumen wir auch alles weg, was uns hindert, Gott nahe zu kommen, indem wir ein geistliches Gespräch mit dem Priester führen und das Sakrament der Beichte empfangen. Dadurch ist unser Herz rein, um Christus zu empfangen.

3. Gang: Die Eucharistiefeier
Die gegen 21:30 Uhr beginnende Heilige Messe schließt an der Anbetung an und ist mit der Feier der Eucharistie der Höhepunkt des 3-Gänge-Menüs. Warum? Weil Jesus Christus in der Gestalt von Brot und Wein nicht nur unter uns gegenwärtig wird, sondern weil ER beim Empfang der heiligen Kommunion ganz in uns hineintaucht.
Wenn wir Jesus in der Eucharistie empfangen, dann verwirklicht sich für uns die zweifache Gnade. Wir finden den Frieden in uns selber wieder und können so zu Friedensstiftern für die Welt werden.

Über die Legion Mariens: Die Legion Mariens ist mit etwa 2,2 Mio. aktiven und 10 Mio. betenden Mitgliedern einer der größten katholischen Laien-bewegungen. Diese wurde 1921 in Irland gegründet und feiert somit in diesem Jahr ihr 100-jähriges Jubiläum. Seit 1945 gibt es die Legion Mariens auch in Deutschland.
Zu den Aufgaben der Legion Mariens, die sich als Gruppe wöchentlich trifft, gehören z. B. Besuche bei alten, kranken und vereinsamten Menschen, Schriftenstand in der Fußgängerzone, um den Interessierten religiöse Schriften geben zu können oder auch mit ihnen über den Glauben an Gott zu sprechen. Ferner sind es auch liturgische Dienste, wie das Gebet des Rosenkranzes vor dem Gottesdienst oder die Gestaltung der eucharistischen Anbetung, so wie es ja monatlich beim Abend der Anbetung in St. Josef geschieht. Der Abend der Anbetung findet in 2021 jeden 3. Freitag im Monat (Ausnahme: März und Oktober: 4. Freitag) statt und beginnt ab 19.30 Uhr.
Schauen Sie gerne mal rein, so wie es Ihnen zeitlich möglich ist! Nähere Informationen dazu finden Sie hier: Abend der Anbetung

VonMartin

Jahresbericht 2020 – Gruppe Bocholt

Jede Gruppe der Legion Mariens schreibt jährlich einen Bericht über die Lage der Gruppe sowie die in dem Jahr unternommenen Tätigkeiten. Wir möchten dieses Jahr auszugsweise den Bericht der Legionsgruppe aus Bocholt „Maria, Zuflucht der Sünder“ veröffentlichen:

Unsere Gruppe:

Unsere Gruppe besteht aus sechs aktiven sowie 39 betenden Mitgliedern. Während des Berichtszeitraums sind sechs betende Mitglieder verstorben.

Unser geistlicher Leiter nimmt regelmäßig 1x im Monat an unserer Gruppenstunde teil. Beim Gebet für die Seligsprechung des Gründers der Legion Mariens, Frank Duff, bitten wir immer um die Stärkung des Präsidiums durch neue aktive Mitglieder. Auch die Gewinnung der betenden Mitglieder ist uns immer ein Anliegen, damit für unsere Legionsarbeit gebetet wird.

In dem Zeitraum vom 16. März bis zum 6. Juni 2020 konnten wir uns aufgrund der Corona-Krise nicht räumlich treffen. Mit Hilfe von Videokonferenzen über „Skype“ haben wir in diesem Zeitraum die wöchentlichen Treffen „online“ abgehalten. Dennoch wurden unsere Aktivitäten bis jetzt stark eingeschränkt. Aufgrund der Auflagen und Anmeldepflichten haben wir bis dato keine Besuche mehr in den Seniorenheimen durchgeführt. Auch die Begleitung der behinderten Menschen vom Wohnheim zur Kirche ist bis jetzt nicht möglich. Das geplante Schriftenstand-Projekt in den Niederlanden musste erst einmal auf unbestimmte Zeit verschoben werden – nach langer Zeit konnten wir im Monat September unseren ersten Schriftenstand in der Bocholter Innenstadt halten. Erst ab Mitte Mai war es möglich, wieder den Rosenkranz in der St. Georg-Kirche vor der Vorabendmesse vorzubeten. Daher haben wir als zusätzliche Legionsaufgabe das persönliche Rosenkranzgebet an verschiedenen Plätzen (Kirche, Friedhof, vor dem Krankenhaus, etc.) in verschiedenen Anliegen (Seelsorger, Ärzte und Pfleger, Politiker, etc.) eingeführt.

Die Kontaktbeschränkungen haben den ohnehin schwierigen Punkt „Werbung aktiver Mitglieder“ noch schwieriger gemacht. Die Unsicherheit in der Kirche durch den permanenten Richtungsstreit macht die Lage nicht einfacher. So sehr – zumindest gefühlt – die Corona-Krise die Lage der Kirche verschärft, so kann sie auch den Prozess forcieren, dass das Faule schneller abstirbt und das Mystische in der Kirche wieder freigelegt wird.

Auch für unsere Gruppe wird dies keine leichte Zeit sein, aber wir werden nur überleben, indem wir dem Kern der Legion Mariens treu bleiben und uns im Eifer immer neu anspornen. Daher wollen wir die Werbung aktiver und betender Mitglieder durch Präsenz in Kirche, Öffentlichkeit und Internet immer wieder in den Fokus nehmen.

Unsere Haupttätigkeiten:

  • Besuche bei psychisch und physisch kranken, alten und bedürftigen Menschen in ihrem häuslichen Umfeld oder in Alten- und Pflegeheimen. Während der Corona-Krise wurden diese Kontakte teils auf telefonischen Wegen gehalten.
  • wöchentliches Vorbeten des Rosenkranzes in der Pfarrgemeinde St. Georg.
  • Ermöglichung der Teilnahme an einem Gottesdienst von behinderten Menschen eines Wohnheims in der Krankenhauskapelle – bis zum Beginn der Corona-Krise.
  • Gestaltung einer monatlichen eucharistischen Anbetung in der Pfarrkirche St. Georg.
  • Leitung einer Pfadfindergruppe durch einen aktiven Legionär, die sich wöchentlich trifft.
  • Regelmäßige Teilnahme am monatlichen Curientreffen in Dülmen durch 1 – 3 aktive Legionäre aus unserem Präsidium.
  • Ein aktiver Legionär nimmt regelmäßig am Regia-Treffen in Köln teil.

Besondere Ereignisse:

  • Ein Legionär hat schriftlich Kontakt mit einem niederländischen Präsidium aus Heerlen (nahe Maastricht) aufgenommen. Das Präsidium hat den gleichen Namen wie das unsrige: „Toevlucht van de Zondaars“. Ein geplanter gemeinsamer Schriftenstand in den Niederlanden konnte aber aufgrund von Corona nicht stattfinden.
  • Zwei Legionäre organisierten Exerzitien in Kevelaer, die über die Karnevalstage stattfanden. Es haben ca. 40 Personen teilgenommen.
  • Wir haben als Präsidium zusammen mit anderen interessierten Marienverehrern die Marienweihe „33 Schritte – mit Maria zu Jesus“ durchgeführt. Der geplante Eröffnungsgottesdienst, sowie der Abschluss während der Acies-Feier waren wegen dem, zu der Zeit, herrschenden Versammlungsverbot nicht möglich, dafür aber ein Eröffnungsimpuls via YouTube sowie eine Abschlussandacht über Skype jeweils mit unserem geistlichen Leiter.
  • Unsere geplante Acies-Feier musste aufgrund des Lockdowns ausfallen. Dennoch haben wir das Weiheversprechen während der monatlichen Anbetung am Freitag, den 26. Juni 2020 nachgeholt.
  • Im Marienmonat Mai haben wir mittwochs und freitags die Maiandacht in der Pfarrkirche St. Georg gestaltet. Im Oktober letzten Jahres haben wir auch die Rosenkranzandacht 2x wöchentlich gehalten. Dies wollen wir zukünftig beibehalten.
  • Auf unsere Webseite www.christsein-praktizieren.de veröffentlichen wir weiterhin Berichte über Aktivitäten aus unserem Präsidium.
  • Am 12.09.2020 hatten wir in der Fußgängerzone von Bocholt einen Schriftenstand aufgebaut. Interesse weckten unsere Rosenkränze, die wir bei unserer Rosenkranz-Knüpf-Aktion am Schriftenstand selbst erstellt haben.
  • Da die große Radpilgerwallfahrt Bocholt-Kevelaer wegen der Corona-Krise ausgefallen ist, organisierte ein Legionär eine kleine Pilgerfahrt nach Kevelaer, an der auch ein weiteres aktives und ein betendes Mitglied unserer Gruppe teilnahm. Unser geistlicher Leiter gab uns sowohl den Aussende- als auch den Abschlußsegen dazu.
  • Für die Geselligkeit fand am 3. Januar 2020 ein gemeinsamer Kegelabend statt. Am 15. Februar 2020 feierten wir zu Hause bei einem Legionär das Winterfest.  

Ausblick:

Die ohnehin schwierige Zeit in der katholischen Kirche, verstärkt durch die Corona-Krise, kann auch zur Resignation führen. Doch wir wollen darauf vertrauen, dass Gott einen Plan mit uns hat, dass er letztlich alles zum Guten führen möchte.

In diesem Vertrauen und unter den Schutz und Schirm der seligen Gottesmutter Maria, der Zuflucht der Sünder, hoffen wir auf Ihre gute Führung durch diese Zeit und bitten um Ihren Beistand, damit wir als Legionäre einen kleinen Beitrag dazu leisten können, dass Gott in dieser Welt wieder mehr geliebt wird.

Maria mit dem Kindelieb uns allen Deinen Segen gib! Amen!

VonMartin

BLOG: 100 Jahre Legion Mariens

Am 7. September 1921 fand in Dublin, Irland unter der Leitung von Frank Duff das erste Treffen der Legion Mariens statt. Von dort aus breitete sich die Legion Mariens in der ganzen Welt aus und wurde weltweit die größte katholische Laienbewegung. Wir wollen uns auch als Gruppe der Legion Mariens in Bocholt auf dieses Ereignis vorbereiten und werden in diesem Blog darüber ständig informieren.

07.11.2021: Heute am Todestag des Gründers der Legion Mariens, Frank Duff, fand das angekündigte Pontifikalamt zum 100-jährigen Jubiläum der Legion Mariens in der Pfarrkirche St. Gallus in Frankfurt am Main statt. Mit Hilfe des Streaming-Angebotes war es möglich, die Feier von zu Hause aus zu verfolgen:

Der Festakt begann um 13:30 Uhr mit den Legionsgebeten und Rosenkranz. Hauptzelebrant und Festprediger des anschließenden Pontifikalamt war der Apostolische Nuntius für Deutschland, S. E. Erzbischof Dr. Nikola Eterovic:

01.11.2021: Zum Abschluss der Feiern zum 100-jährigen Jubiläum der Legion Mariens findet für die Legion Mariens in Deutschland als Festakt ein Pontifikalamt am kommenden Sonntag, den 7. November um 14 Uhr in der Pfarrkirche St. Gallus in Frankfurt am Main statt. Das Programm beginnt dabei schon um 13.30 Uhr mit den Legions- und Rosenkranzgebeten. Aufgrund der für vielen Legionäre zu große Distanz und die aufgrund von Corona beschränkte Teilnehmerzahl wird ein Online-Streaming der Veranstaltung angeboten:

Sollte es während der Übertragung zum Absturz der Verbindung kommen, wählen Sie sich bitte über den Kanal der Pfarrgruppe Steinheim-Klein Auheim:

https://www.youtube.com/c/SteinAuheim

ein, um dann den neuen Stream zu finden.

17.09.2021: Da wir in diesem Jahr aufgrund der Einschränkungen in Bocholt keine eigene Acies-Feier veranstaltet haben, gab es beim Abend der Anbetung am heutigen Freitag für die Legionäre die Möglichkeit, das Weiheversprechen zu erneuern. Dies auch deshalb, da es nicht allen möglich war, zur Acies-Andacht der Regia Köln zu kommen und dort aufgrund der Corona-Auflagen auch kein persönlicher Weiheakt an der Legionsstandarte möglich war.
Um dies zu ermöglichen, haben wir die große Legionsstandarte in der St. Josef Kirche aufgebaut, so dass hier jeder persönlich sein Weiheversprechen ablegen konnte.

11.09.2021: An diesem Samstag hatten wir unseren zweiten Schriftenstand dieses Jahr in der Innenstadt von Bocholt. Die Innenstadt befand sich im „Wahklampf-Modus“ vor der Bundestagswahl und war zugleich ein Tag im Gedenken an den Terroranschlägen vor 20 Jahren. Während die letzten 20 Jahren von Kriegen geprägt waren, die den Terror nicht besiegen konnten, wohl aber das Leid in den umkämpften Ländern vergrößerten und gleichzeitig unsere Politiker auch dafür sorgen, dass der Frieden untereinander in unserem Land immer brüchiger wird, ist es höchste Zeit, für das Gebet, besonders das Rosenkranzgebet zu werben. So haben wir auch wieder unsere Rosenkranzknüpf-Aktion angeboten, die auch auf entsprechendes Interesse gestoßen ist.

07.09.2021: Gemeinsam als Gruppe haben wir mit unserem geistlichen Leiter den Abschluss der 9-tägigen Frank-Duff-Novene vor der Marienstatue am Marienplatz im Mussum gehalten und anschließend am Rosenkranzgebet in der Pfarrkirche „Maria Trösterin“ in Mussum teilgenommen.

Da das 100jährige Bestehen der Legion Mariens auch ein Grund zum feiern ist, haben wir diesen besonderen Tag durch ein gemütliches Beisammensein bei wunderschönen Spätsommerwetter ausklingen lassen.

30.08.2021: Am 07.09.2021 feiern wir das 100jährige Bestehen der Legion Mariens. Zur Vorbereitung auf dieses Treffen beten wir die 9-tägige Frank-Duff-Novene. Die Novene ist hier als Anlage angefügt: Frank-Duff-Novene

10.07.2021: Heute hatten wir in der Bocholter Innenstadt in der Neustraße unseren Schriftenstand aufgebaut und auch unsere „Rosenkranz-Knüpf-Aktion“ angeboten. Aufgrund der aktuellen Lockerungen der Corona-Auflagen und des schönen Wetters war die Innenstadt gut besucht. So konnten wir von unserer Gruppe der Legion Mariens Präsenz zeigen und auch einige Passanten für das Rosenkranz-Knüpfen begeistern:

07.06.2021: Heute an dem Geburtstag des Gründers der Legion Mariens, Frank Duff, fand die Marienweihe in der Kirche St. Paul in Bocholt durch unserem geistlichen Leiter statt. Alle Marienverehrer und Mitglieder der Legion Mariens, die in den letzten 33 Tagen das Vorbereitungsheft „33 Schritte – Mit Maria zu Jesus“ gebetet haben, haben heute ihren feierlichen Abschluss mit dem Weiheakt als Lebensübergabe an Christus durch die Hände Mariens.

06.05.2021: Heute fand die Einführung in die Vorbereitung auf die Marienweihe durch unseren geistlichen Leiter statt. So haben wir den ersten der 33 Schritte mit Maria auf den Weg zu ihrem Sohn Jesus Christus begonnen. Das Wetter verzichtete uns zu liebe auch auf Regen, so dass wir im Freien mit entsprechenen Abstand die Andacht gemeinsam halten konnten. Passend dazu auch die Gedanken der Hl. Mutter Teresa zu diesem ersten Schritt: „Gott hat die Welt groß genug geschaffen, er wünscht, dass alle Menschenkinder das Licht der Welt erblicken dürfen. Aber unsere Herzen sind nicht groß genug, um jedes Leben zu wollen und anzunehmen.“ Bitten wir darum, dass sich unsere Herzen während dieser 33 Schritte immer mehr weiten.

25.03.2021: Heute zum Fest Mariä Verkündigung (Verkündigung des Herrn) noch die Termine für Beginn und Abschluss der Marienweihe „33 Schritte – mit Maria zu Jesus“:

=> Am Donnerstag, den 6. Mai 2021 wollen wir uns um 19.30 Uhr vor der Marienstatue am Marienplatz in Mussum treffen. Dort werden wir mit unserem geistlichen Leiter eine kurze Maiandacht sowie eine Einführung in die Vorbereitung auf die Marienweihe, halten. Die Marienstatue befindet sich auf dem Marienplatz (Straße: Am Marienplatz, 46395 Bocholt-Mussum), nahe dem Kreisverkehr.

Marienstatue am Marienplatz in Mussum

Parkmöglichkeiten direkt auf dem Marienplatz. Bei sehr schlechtem Wetter würden wir die Andacht vor der Schutzmantelmadonna in der nahegelegenden Kirche Maria Trösterin (150 mtr. von der Marienstatue entfernt) halten.

Schutzmantelmadonna in der Kirche Maria Trösterin, Mussum

=> Am Montag, den 7. Juni 2021 findet um 18.30 Uhr mit unserem geistlichen Leiter eine Heilige Messe in der Kirche St. Paul (Breslauer Str. 24, 46397 Bocholt – Parkmöglichkeiten direkt vor der Kirche) statt. Während des Gottesdienstes führen wir den Weiheakt (Lebensübergabe an Christus durch die Hände Mariens), auf den wir uns in den vorangegangenen 33 Tagen vorbereitet haben, durch.

Kirche St. Paul in Bocholt

Alle Marienverehrer, betende und aktive Mitglieder der Legion Mariens aus der Umgebung sowie alle, die sich für die Vorbereitung zur Lebensübergabe an Christus durch die Hände Mariens interessieren, sind herzlich eingeladen, an diesem Programm teilzunehmen!
Nähere Informationen sowie das Vorbereitungsheft können Sie gerne bei uns anfordern. Senden Sie uns dazu einfach eine Nachricht bzw. E-Mail (s. Kontakt!).

21.03.2021: Am heutigen Sonntag fand um 12 Uhr die Heilige Messe im Kölner Dom als Acies-Feier der Regia Köln statt. An dieser Acies-Feier haben wir uns von der Curia Dülmen angeschlossen. Aufgrund der Corona-Auflagen war das Programm stark eingeschränkt. Dennoch war es für uns eine sehr feierliche Messe – gerade natürlich auch in der schönen Atmosphäre des Kölner Dom. Zelebrant war Dompropst Msgr. Guido Assmann. Der geistliche Leiter der Regia Köln, Pfarrer Wolfgang Biedaßek, hielt stellvertretend für alle anwesenden Legionäre während des Weiheversprechens die Hand an das große Vexillum um gemeinsam mit uns Legionären das Weihegebet „Ich bin ganz dein, meine Königin, meine Mutter, und alles was ich habe, ist dein.“ zu sprechen.


14.03.2021: Hier nochmal die wichtigsten Termine der Curia Dülmen und ihrer angeschlossenen Präsidien:
> 21.03.2021: Die Curia Dülmen wird an der Acies-Feier mit Heiliger Messe um 12:00 Uhr im Kölner Dom teilnehmen, da es diesbezüglich aufgrund der Corona-Auflagen keine eigene Veranstaltung geben wird.
-> 06.05.2021: Beginn der Vorbereitung auf die Marienweihe „33 Schritte – Mit Maria zu Jesus!“. Inwiefern es hierzu noch einen Termin für eine (Online-)Versammlung für den Vorbereitungsbeginn geben wird, wird noch geklärt. Wer auch an die Vorbereitung teilnehmen möchte, kann gerne mit uns Kontakt aufnehmen! Das Vorbereitungsheft kann auch über uns bezogen werden.
-> 07.06.2021: Abschluss der Vorbereitungszeit auf die Marienweihe mit einer gemeinsamen Heiligen Messe in Bocholt. Kirche und Uhrzeit werden noch festgelegt und kurzfristig hier bekanntgegeben.
-> 17.09.2021: Während des Abend der Anbetung am Freitag, beginnend um 19:30 Uhr werden wir im besonderen auch dem Jubiläumsjahr der Legion Mariens gedenken. Für die Mitglieder der Legion Mariens in Bocholt und Umgebung, die keine Möglichkeit zur Teilnahme der Acies-Feier in Köln hatten, wird es die Möglichkeit geben, am Weihegebet teilzunehmen und das Legionsversprechen zu erneuern.

21.01.2021: In der Januar-März 2021-Ausgabe der „die Stimme der Legion“ wird über Frank Duff, den Gründer der Legion Mariens, berichtet. Frank Duff ist der Legions-Patron für das Jubiläums-Jahr 2021.
Das 4x jährlich erscheinende Heft „die Stimme der Legion“ ist für alle aktive und betende Mitglieder der Legion Mariens. Haben Sie auch Interesse an einer aktiven oder betenden Mitgliedschaft? Wenden Sie sich gerne an uns!

31.12.2020: Die Regia Köln wird zur 100 Jahr-Feier der Legion Mariens am 21. März 2021 um 12:00 Uhr im Kölner Dom eine Heilige Messe und die jährliche Andacht „Acies“ feiern.

30.12.2020: Das Senatus in Frankfurt schlägt vor, vom 06.05. bis 07.06.2021 die 33-tägige Vorbereitung auf die Marienweihe „33 Schritte – Mit Maria zu Jesus!“ zu beten. Der 07.06.2021 als letzter Tag dieses 33tägigen Weges, der der Geburtstag des Gründers der Legion Mariens, Frank Duff, ist, soll dann der Tag sein, sich Christus durch die Hände Mariens zu weihen. Dies könnte dann im Rahmen einer Heiligen Messe oder ganz privat zu Hause geschehen.

26.09.2020: Am heutigen Samstag fand um 16 Uhr ein Pontifikalamt am Ordenstag im St.-Paulus-Dom in Münster statt. Zu diesem Gottesdienst waren auch geistliche Gemeinschaften aus dem Bistum Münster eingeladen. Wir von der Legion Mariens aus Bocholt nahmen mit einer Gruppe von 5 Personen teil, um auch hier unsere Präsenz zu zeigen. Die Heilige Messe wurde von dem Bischof aus Münster, Felix Genn, gefeiert.

21.09.2020: Ob Jung oder Alt: Der Rosenkranz weckt immer noch Interesse! Vielleicht auch aufgrund der Corona-Situation war die Bereitschaft und Geduld, einen eigenen Rosenkranz zu knüpfen, nicht so groß, aber die von uns geknüpften Rosenkränze wurden gerne angenommen. Dies ist für uns auch der Anlass für die Entscheidung, den Schriftenstand im Jubiläumsjahr auch öfters anzubieten. Wir hoffen und beten, dass sich die Situation im nächsten Jahr doch entspannen wird.

04.09.2020: Der Countdown läuft: Am 07.09.2020 beginnt das Jubiläumsjahr der Legion Mariens. Wir werden am Vorabend des Jubiläumsjahres unser Legionstreffen halten und am Wochenende darauf einen Schriftenstand in der Fußgängerzone von Bocholt aufbauen (Samstag, 12.09.20 von 10 – 14 Uhr). Aufgrund der bevorstehenden Kommunalwahlen werden auch viele Stände politischer Parteien vertreten sein – für uns wird es spannend sein, inwiefern auch wir von der Legion Mariens das Interesse der Leute wecken können.

04.07.2020: Das Concilium in Dublin (Irland) schreibt auf seiner Webseite, dass sich die Hauptfeierlichkeiten um das Jubiläumsdatum des 1. Treffens im September 1921 drehen werden:
– 3. September 2021: Erntedank- und Eröffnungsmesse, anschließend Einladung in das Myra-Haus (100 Francis Street, Dublin, Irland) zu einem Erfrischungsgetränk.
Während der Woche wird es möglich sein, tagsüber Orte zu besuchen, die mit der Legion Mariens verbunden sind. Es sollten dort auch improvisierte Musikabende veranstaltet werden.
– 11. September 2021: Um den Besuch von Legionären zu erleichtern, wird das Concilium-Treffen am 2. Samstag (statt des üblichen 3. Sonntags im Monat) stattfinden.
– 12. September 2021: Es wird eine Abschlussmesse zum Erntedankfest gefeiert.

07.06.2020: Die Legion Mariens in Deutschland hat für das Jubiläum folgende Veranstaltungen geplant:
– Die Monatswallfahrt in Maria Einsiedel (bei Gernsheim, nahe Darmstadt) am Sonntag, den 12.09.2021 um 14.00 Uhr wird unter dem Zeichen der 100-Jahrfeier der Legion Mariens stehen. Zelebrant ist der Bischof von Mainz, Dr. Peter Kohlgraf.
– In der St. Gallus-Kirche in Frankfurt am Main wird am Sonntag, den 07.11.2021 um 13.00 Uhr zum Todestag von Frank Duff ein Festgottesdienst stattfinden. Eingeladen dazu ist der Apostolische Nuntius für die Bundesrepublik Deutschland, Dr. Nikola Eterovic.

VonMartin

Die Wundertätige Medaille in Zeiten der Corona-Pandemie

Sie kennen die „Wundertätige Medaille“? Wussten Sie auch, dass diese Medaille zuerst die „Medaille der Unbefleckten Empfängnis“ hieß? Der Anlass für diese Namensänderung ist wieder ganz aktuell.

Hinweis: Dieses Bild ist der Webseite „Militia Immaculatae“ entnommen – durch Klick auf das Bild gelangen Sie dorthin!

Die Medaille geht auf die kirchlich anerkannte Marienerscheinung der Ordensfrau Katharina Labouré vom 27. November 1830 in Paris (Rue du Bac – „Töchter der christlichen Liebe vom heiligen Vinzenz von Paul“) zurück. Nach der Erlaubnis durch den Erzbischof fing man Mitte 1832 an, diese Medaille zu prägen. Zu dieser Zeit breitete sich in Paris die Infektionskrankheit „Cholera“ aus, die zuvor auch in Teilen Asiens, Kleinasiens, Ostafrika und dann auch in Teilen Europas wütete. Allein in Paris forderte die Krankheit mehr als 20.000 Tote.

Während der Epidemie begannen die „Töchter der christlichen Liebe“, zu dessen Dienst die Armen- und Krankenpflege gehört, die Medaille an infizierte Personen in den Krankenhäusern zu verteilen. Die Heilungen häuften sich, ebenso besonderer Schutz vor der Krankheit und als Folge dieser Wunder viele Bekehrungen. Die Pariser Bevölkerung begann die Medaille als „wundertätig“ zu bezeichnen.

Manche mögen jetzt denken „Soll das jetzt ein Talisman sein, der mich vor Corona schützt?“. Nein, die Wundertätigen Medaille ist nicht einfach ein ‚Glücksbringer‘. „Überreich werden die Gnaden für jene sein, die sie mit Vertrauen tragen“ sagte die Gottesmutter in Ihrer Erscheinung zu Katharina Laboré. Dieses Vertrauen hatte auch der heilige Don Bosco, als die Cholera 1854 in Turin wütete und er zusammen mit 50 Don-Bosco-Jungen sich um die Kranken und Sterbenden kümmerte. Sie hatten nicht die Schutzkleidung, so wie wir Sie in heutigen Krankenhäusern kennen – aber Sie trugen die Wundertätige Medaille um den Hals und waren bei Ihrer tätigen Nächstenliebe im Gebet und Vertrauen mit Gott und der allerseligsten Jungfrau Maria verbunden. Und keiner von Ihnen steckte sich mit dieser Krankheit an.

Wir Christen laufen heute oft Gefahr, uns von der allgemein herrschenden Panik und Angst anstecken zu lassen. Es geht nicht darum, Vorsicht und Schutz gegen Ansteckung zu vernachlässigen, sondern dass man im Vertrauen auf die Gottesmutter Maria den Mut fassen kann, auch in der jetzigen Zeit Werke der christlichen Nächstenliebe zu vollbringen statt in der Angst zu verharren. Denn die Corona-Pandemie ist momentan nicht die einzigste Not auf diesen Planeten. Die Wundertätige Medaille ist für uns ein wichtiger Begleiter, der uns immer an dieses Vertrauen auf die Gottesmutter erinnert.

Die Fastenzeit ist einer Zeit der Umkehr und Buße. Die Corona-Pandemie macht die Notwendigkeit dazu nochmal besonders deutlich. Eine schöne und wichtige Aktion dazu ist „Deutschland betet gemeinsam“, welche am 8. April 2020 von 17 – 18.30 Uhr stattfindet. Machen Sie den ersten Schritt in dieser Zeit und seien Sie dabei! Und möge diesen ersten Schritt weitere folgen, damit – wie Frank Duff sagte – Gott in dieser Welt wieder mehr geliebt wird.

Durch Klick auf das Bild gelangen Sie zur Webseite!
VonMartin

Legionstreffen in Corona-Zeiten

Bedingt durch die Corona-Pandemie und den damit erlassenen Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen ist es leider zur Zeit nicht möglich, dass das wöchentliche Präsidiumstreffen in gewohnter Weise stattfindet. Durch die Möglichkeiten, die das Internet bietet, brauchen wir dennoch nicht das wöchentliche Treffen ausfallen zu lassen.

Da es (teils kostenfreie) Programme und Dienste gibt, die eine Video-Konferenz ermöglichen und sich auf verschiedenste Systeme und Geräte wie PC’s, Notebooks, Tablets und Smartphones installieren lassen, haben viele Legionsmitglieder die Möglichkeit, sich über das Internet für ein Legionstreffen zu vernetzen. Somit kommt man zumindest hör- und sehbar in Kontakt.

Wir führen dabei möglichst alle Punkte eines Präsidiumstreffen während der Video-Konferenz durch. Dabei muss manches anders organisiert werden. Z. B. das gemeinsame Gebet. Beten mehrere zusammen, so wird dies tonmäßig sehr schlecht übertragen, da solche Programme nicht dafür ausgelegt sind, dass mehrere gleichzeitig sprechen. Dies lässt sich aber lösen, indem man vorher klärt, wer vor- und wer nachbetet – alle anderen schalten dann einfach solange ihr Mikrofon während des Gebetes aus und können dann auch laut mitbeten, ohne dabei die Tonqualität zu stören. Auch die Verteilung der Arbeit sieht aufgrund der Kontaktbeschränkungen anders aus: Betreuung von Menschen über das Telefon ist ein möglicher Punkt. Oder den Rosenkranz für die Armen Seelen beten, während man an den Gräbern des Friedhofs vorbeiläuft.
Manches ist gar nicht möglich (Beutelkollekte) aber die meisten Punkte des Treffens können wie gewohnt durchgeführt werden und sicherlich das Wichtigste: Der regelmäßige Kontakt und das gemeinsame Gebet der Legionäre bleibt durch diese Möglichkeit auch während dieser Krisenzeit erhalten. Dafür sind wir Gott dankbar und bitten die Gottesmutter um ihre gute Führung durch diese schwierige Zeit!

VonMartin

Frauenpriestertum – Ja oder Nein?

Gerade durch den geplanten „Synodalen Weg“ der deutschen Bischofskonferenz sowie der Bewegung „Maria 2.0“ innerhalb der katholischen Kirche in Deutschland ist das Thema „Frauenpriesterum“ wieder ganz aktuell in den kirchlichen Debatten. So wundert es nicht, dass dies auch durchaus beim Religionsunterricht an den Schulen kontrovers diskutiert wird. Eine 16-jährige Schülerin hat dazu einen Aufsatz geschrieben, den wir freundlicherweise hier veröffentlichen dürfen:

Die Rolle der Frau wurde in der Kirche im Laufe der Zeit mehr ernst genommen. Mädchen dürfen Messdienerinnen werden, Frauen Pastoralreferentinnen. Ein enormer Fortschritt und trotzdem sind viele noch nicht zufrieden: Die Bewegung „Maria 2.0“ bekommt immer mehr Aufmerksamkeit und Zuspruch, sogar von katholischen Priestern, die in den Predigten dafür plädieren, der „Diskriminierung“ ein Ende zu setzen.

An einem Sonntag nach der Messe kam eine Frau auf mich zu und sagte: „Ihr müsst kämpfen. Es liegt an euch, etwas zu verändern.“ Ich wusste genau, was sie meinte. „Ganz ehrlich: Ich fühle mich nicht diskriminiert“, entgegnete ich. Die Frau war schockiert. Mit meiner Antwort hatte sie nicht gerechnet.

Das Frauenpriestertum ist ein sehr umstrittenes Thema, und in einigen Augen ist die Kirche frauenfeindlich. Ist das wirklich so?

Wenn man auf die Kirchengeschichte zurückblickt, gibt es doch einige Frauen, die besonders herausstechen, zum Beispiel Maria, die Mutter Jesu. In fast jeder Kirche findet man eine Marienstatue, den Rosenkranz betet man, weil Maria vor über 100 Jahren drei einfachen Kindern aufgetragen hat, für den Frieden zu beten und Marienwallfahrten sind immer noch Gang und Gebe.

Maria ist uns ein Vorbild, da sie „Ja“ zu Gott sagte und miterleben musste, wie er unschuldig gekreuzigt wurde. Ihre Stärke in diesem Leid und ihr Vertrauen auf Gott, aber vor allem die Tatsache, dass sie die „Mutter Gottes ist“, machen sie zu etwas Besonderem, weswegen sie nicht ohne Grund in der Kirche verehrt wird. Dann wären da noch Kirchenlehrerinnen wie Hildegard von Bingen und Heiliggesprochene wie Mutter Teresa, die sich selbstlos für Arme und Kranke eingesetzt hat, ganz gleich welcher Religion sie angehörten. Sie hat viel als „Bleistift Gottes“ bewirkt: Die Gründung eines Ordens, der sich weltweilt für Arme, Kranke und Ausgegrenzte einsetzt.

Im Text „Priestertum der Frauen“ spricht Ida Raming darüber, dass Frauen an der Gründung von Ortskirchen beteiligt waren. Auch wenn ich mit ihr bezüglich des Frauenpriestertums nicht einer Meinung bin, glaube ich, dass Frauen sich in der Kirche engagieren können und sollen. Sie sind ein wichtiger Bestandteil der Kirche. Das geht auch ohne Priesterin, Bischöfin oder Päpstin zu sein. Eine der ersten Jüngerinnen Jesu war Maria Magdalena, die laut der Bibel am Tag der Auferstehung Jesu zum Grab wollte, dort aber von Engeln die Information erhielt, dass Jesus auferstanden sei. Des Weiteren erschien ihr der Auferstandene Jesus zuerst. Sie war diejenige, die diese frohe Botschaft den Jüngern mitteilte. Obwohl sie nicht zum engsten Kreis der Zwölf gehörte, widmete der Vatikan im Jahre 2016 ein Fest, jährlich am 22.Juli.

Die Kirche selbst sieht ihren Auftrag, das Wort Gottes zu verkünden, und dazu ist jeder Einzelne wichtig, sowohl Frauen als auch Männer.

Warum die Kirche Frauen jedoch nicht zum Priestertum zulässt? Priestertum ist ein Dienst an den Gläubigen, und nicht ohne Grund spricht man vom „bischöflichen Hirtenamt“, denn ein Hirt kümmert sich um seine Schafe. Konkret gesagt: Der Bischof kümmert sich um seine Diözese. Außerdem ist der Priester mit der Feier der Eucharistie beauftragt, die auf das letzte Abendmahl zurückzuführen ist. An diesem Abend gab Jesus den Jüngern die Aufgabe, „dies zu {seinem} Gedächtnis“ (Lk 22,19) zu tun, also hat Jesus diesen Dienst am Sakrament nur Männern anvertraut. Männer, die einer Priesterberufung nachgehen, sollen deswegen ihr Amt nicht als Privileg und höhere Machtposition sehen, sondern als Dienst in der Kirche. Der Priester ist also Vertreter Christi, deshalb ist es schon seltsam, wenn Christus von einer Frau vertreten wird. Frauen zum Beispiel können schwanger werden, Männer jedoch nicht, aber dass sich ein Mann darüber beschwert hat, das habe ich noch nie erlebt. Christus hat uns das Priestertum geschenkt, und wir haben alle etwas davon! Ohne Priester könnten wir nicht zur Beichte,  es würde keine Eucharistiefeier geben, kirchlich heiraten usw., aber das allerwichtigste: ohne Priester keine Taufe! Wichtig ist zu berücksichtigen, dass er stellvertretend für Gott die Taufe spendet. In der Beichte sagt der Priester bei der Lossprechung, dass Gott durch den Dienst der Kirche, also den Priester Verzeihung schenkt und im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes von den Sünden losspricht.

Das Amt des Papstes ist ebenfalls auf Jesus zurückzuführen: „Du bist Petrus und auf diesen Felsen werde ich meine Kirche bauen“, sagt Jesus zu Petrus in Matthäus, Kapitel 16, Vers 18. Findet da nicht auch eine Diskriminierung statt, weil Jesus noch 11 andere Jünger zur Auswahl hatte? So lesen wir auch in Lukas, Kapitel 22, Vers 24-26: „Es entstand unter ihnen ein Streit darüber, wer von ihnen wohl der Größte sei. Da sagte Jesus zu ihnen: Die Könige herrschen über ihre Völker und die Vollmacht über sie haben, lassen sich Wohltäter nennen. Bei euch aber soll es nicht so sein, sondern der Größte unter euch soll werden wie der Jüngste und der Führende soll werden wie der Dienende.“ Dies ist einer der Gründe für die Bezeichnung des Papstes als „Diener der Diener Gottes.“

 Es geht nicht um Macht, die anderen Jünger haben auch einen Auftrag bekommen. Sie sind viel umhergereist, um das Evangelium zu verkünden und haben neue Gemeinden gegründet. Das ist genauso wichtig! Schließlich haben alle Jünger außer Johannes den Märtyrertod erlitten. Jesus hat Petrus das Amt des Papstes als Oberhaupt der katholischen Kirche übergeben, und damit die meiste Verantwortung. Auch er soll – wie die Priester – dienen, so wie Jesus es getan hat: „Ich bin nicht gekommen, um mich bedienen zu lassen, sondern um zu dienen.“ (Markus 10,45) Jesus selbst gab sich hin, um die Sünden der Menschheit auf sich zu nehmen und so das Tor zum Reich Gottes zu öffnen, so die theologische Deutung des Leidens und Sterbens Jesu. Es geht hier um einen selbstlosen Akt der Liebe, aus Liebe zu allen Menschen. Papst zu sein ist definitiv nicht der „Traumjob“, die Reisen, in der Öffentlichkeit zu stehen, Einsatz für den interreligiösen Dialog und allgemein viel Arbeit ist sicherlich anstrengend, besonders mit über 80 Jahren.

Nichtsdestotrotz haben die Kardinäle Papst Franziskus (oder Kardinal Bergoglio) gewählt, weil sie ihm zutrauen, dass er als Stellvertreter Christi die Kirche (mit etwa 1 Milliarden Katholiken) gut leiten wird.

Diese Ämterstruktur in der Kirche ist problematisch, weil man denkt, dass es um Macht geht, aber die „Bestimmung“ dieser Ämter ist der Einsatz für die Kirche und die Gläubigen.

Dass es in dieser Struktur (auch heute noch) viel Versagen gibt, ist Jesus sicherlich bewusst, z.B. Petrus´ Verleugnung, Jesus nicht zu kennen. Doch Jesus gab seine Jünger nicht auf. Nach seiner Auferstehung sammelte er die Jünger zusammen und schickte ihnen an Pfingsten einen Beistand, den Heiligen Geist.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass ich da keine Diskriminierung der Frau sehe.

Man hat als Frau verschiedene Möglichkeiten, sich in der Kirche zu engagieren, egal ob als Messdienerin, Pastoralreferentin oder einfach als Gemeindemitglied.

Schon die Tatsache, dass Frauen Messdienerinnen werden dürfen, ist ein enormer Fortschritt, den ich willkommen heiße. Die Aufgabe des Priesters ist, Stellvertreter Christi zu sein, und Jesus hat nur Männer für diesen Dienst ausgewählt. Wie Papst Johannes Paul II. 1994 schrieb, ist der „Ausschluss von Frauen vom Priesteramt in Übereinstimmung mit Gottes Plan für die Kirche“.

Zwar stimme ich in diesem Punkt mit der Kirche überein, dies bedeutet jedoch nicht, dass ich nichts an der Kirche zu kritisieren habe. Ich sehe da Verbesserungspotenzial, ob die Einführung des Frauenpriestertums die Kirchenbänke wieder füllt, wage ich zu bezweifeln.

Unser Ziel ist doch der Himmel. Wir Christen sollten uns bewusst sein, dass es nicht auf eine Position in der Kirche ankommt, wenn wir nach unserem Tod vor Jesus stehen.

Mutter Teresa sagte einmal: „Christus wird uns nicht fragen, wieviel wir geleistet haben, sondern, mit wie viel Liebe wir unsere Taten vollbracht haben.

VonMartin

Nur mal kurz die Welt retten – von Besitzern und Verwaltern

Wir sind nur Gast auf Erden und wandern ohne Ruh mit mancherlei Beschwerden der ewigen Heimat zu“. Dieser Text stammt von einem bekannten Lied aus dem Gotteslob, welches auch oft zu Beerdigungen gesungen wird. Doch ist uns der Sinn dieses Textes im normalen Alltagsleben wirklich bewußt?

„Muß nur noch kurz die Welt retten“ heißt es in einem Lied von Tim Bendzko. Das scheint aktueller denn je zu sein, denn gefühlt brennt es an allen Ecken und Enden. Bestes Beispiel ist die Debatte um den Klimaschutz. Die Zeit scheint immer knapper zu werden bei gleichzeitig ständig mahnender Erinnerung, dass immer noch zu wenig getan wird. Die Rede von Greta Thunberg beim UN-Klimagipfel in New York spricht da Bände: Da scheint sich eine Wut zu entladen, die sich angestaut hat, wenn Hoffnungen und Pläne nicht wie gewünscht wahrgenommen und umgesetzt werden. 

Ich weiß jetzt nicht, ob Greta Thunberg einen Gottesbezug hat. Aber unabhängig davon: Können wir als Christen nicht durchaus in die gleiche Situation gelangen? Umwelt- und Klimaschutz – ich nenne es einfach mal „Bewahrung der Schöpfung“ – geht uns Christen auch an. Wir können und sollten dazu auch unseren Beitrag leisten. Bei Ziele, die gut mit dem Fahrrad zu erreichen sind, auf das Auto zu verzichten – und ich habe auch etwas für meine Gesundheit getan. Den Konsum in vernünftige Grenzen zu halten – ist auch gut für mich selbst. Aber wie schnell ist die Versuchung da, zu den großen Zielen zu greifen. Dann wären wir schon wieder bei „kurz die Welt retten“. Es ist ja schön, wenn es so vielen Jugendlichen nicht gleichgültig ist, was mit unserer Umwelt geschieht. Doch die reine Fokussierung auf den Klimaschutz kann durch Kriege, Naturkatastrophen (die ja nicht nur vom Klimawandel herrühren müssen) und Seuchen ganz schnell wieder recht banal wirken. Auch wir selbst können durch Krankheiten, Unfälle und andere Schicksale getroffen werden, die uns vom vermeintlich großen Ziel abbringen.

Um an diesem Punkt zum Titel zurückzukommen: Sind wir nun Besitzer oder Verwalter? Den vorübergehenden Charakter eines Verwalters ist uns oft nicht so sympathisch. Das Gleichnis vom reichen Mann und seiner guten Ernte (vgl. Lk 12,13-21) führt uns aber die Unsinnigkeit vor Augen, nur an seinen Besitz zu hängen und es zu vermehren: „Noch in dieser Nacht wirst Du sterben – wem wird dann das gehören, was du angehäuft hast?“. Statt alte Scheuen abzureißen um größere zu bauen – wäre es nicht besser gewesen, andere von den Überschuss zu geben was in den eigenen Scheunen nicht mehr passt? Hier kommt selbst der untreue Verwalter (vgl. Lk 16,1-9) besser weg: Er erkennt die Situation, er überlegt wie er mit dem ihn zu Verfügung stehenden Mitteln das Beste daraus machen kann und handelt dann auch sofort. Jesus lobt ihn nicht wegen seiner Untreue, sondern dass er klug handelt.

Schnell können wir Christen auch dabei sein, dass wir wissen, wie es in der Kirche laufen muss. Wie Priester, Bischöfe oder der Papst sich zu verhalten haben und was sich alles ändern muss. Doch haben wir zuvor unsere eigene Situation betrachtet? Haben wir uns einen Überblick verschafft, welche Mittel uns zur Verfügung stehen, um die gewünschte Änderung herbeizuführen und haben wir wirklich das nötige Talent, dies auch vernünftig und liebevoll (die wohl wichtigste Zutat im kirchlichen Handeln) umzusetzen? Besitzlos sind wir auf die Erde gekommen und genauso besitzlos werden wir diese wieder verlassen. Unsere Fähigkeiten und die Güter, die wir im Laufe der Zeit erhalten, sind im tiefsten alle ein Geschenk Gottes und wir tun gut daran, diese mit Vernunft und Klugheit zu verwalten, damit wir einmal vor Gott Rechenschaft darüber geben können. Unsere eigene Geringfügigkeit in dieser Welt zu betrachten hilft uns, bei den kleinen Dingen anzufangen und es in Gottes Hand zu geben, was Er daraus machen wird.

Dies ist auch ein Plädoyer für die eigene Entspannung im Angesicht der Sorgen dieser Welt. Viele Dinge können wir nicht ändern – und wir müssen es auch nicht, denn wir sind nicht der Besitzer dieser Welt. Wir sind nur Verwalter der Gaben, die uns Gott zuteil werden lassen hat. Und wenn wir diese Aufgabe in rechter Weise annehmen um Gott damit zu dienen – ja dann kann Er auch das Angesicht dieser Welt erneuern.