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VonMartin

Über die Legion Mariens

An dieser Stelle möchte ich die Statio, welche wir am 30.04.-01.05.2016 in der Pfarrei St. Georg, Bocholt, gehalten haben, nochmal präsentieren. Sie fasst gut zusammen – passend zum 100jährigen Jubliäum – was die Legion Mariens ist und was uns als Gruppe der Legion Mariens bewegt:

Die Legion Mariens ist mit weltweit 13 Millionen Mitglieder die größte katholische Laienbewegung. Sie wurde 1921 von Frank Duff aus Irland in der dortigen Hauptstadt Dublin gegründet. Der seinerzeit 32 Jahre junge Mann war Staatsbeamter im Finanzministerium. Dort hätte er sicherlich eine gute Karriere machen können, doch seine große Empfindsamkeit für die Nöte der Armen und Benachteiligten bewegte ihn dazu, dass er bald seine Beamtenlaufbahn beendete um sich ganz seinem Werk zu widmen. Mit Hilfe der Frauen und Männer, die sich in der Legion Mariens engagieren, wurden die Menschen in den Randgruppen besucht und betreut. Auch wenn Heime für ehemalige Prostituierte, obdachlose Männer und ledige Mütter in Dublin entstanden, ging es nicht in erster Linie um die materielle Hilfe, sondern um die Menschen aus ihrem seelischen Leid herauszuführen. Frank Duff sandte auch Legionäre in verschiedene Länder der Welt, die für die Ausbreitung der Legion Mariens sorgten. So wurde die Legion Mariens in Deutschland 1945 – also direkt nach dem 2. Weltkrieg – durch Hilde Firtel begründet.

Die Legion Mariens versteht sich als eine apostolische Laienorganisation der katholischen Kirche – doch was heißt das: „apostolische Laienorganisation“? An dieser Stelle möchte ich gerne auf die Lesung aus der Apostelgeschichte eingehen, die wir gerade gehört haben. Dort wird von großer Aufregung und heftigen Auseinandersetzungen innerhalb der noch jungen christlichen Gemeinde gesprochen.

Dies mag für uns erstmal auch tröstlich klingen, dass es nicht nur zu unserer Zeit Probleme innerhalb der Kirche gibt, sondern auch schon immer gegeben hat: Da kommen Leute, setzen etwas in die Welt, in diesem Fall, dass man das Seelenheil verliert, wenn man sich nicht nach dem Brauch des Mose beschneiden lässt, und zurück bleibt die Verwirrung.

Doch die Apostel handelten: Sie wählten Männer aus Ihrer Mitte aus, die sie zu den Mitchristen sandten um für Klarheit zu sorgen. Interessant dabei ist die Aussage „Denn der Heilige Geist und wir haben beschlossen“. Schließlich hatten die Apostel ja noch nicht die hl. Schrift so wie wir sie kennen oder etwa den Katechismus der katholischen Kirche, der uns Antworten auf die Fragen des Lebens aus christlicher Sicht gibt. Sie haben sich also vom Geist Gottes leiten lassen und dessen Frucht ist nicht die Verwirrung sondern die Wahrheit, die zur Einheit im Glauben führt.

Das Laienapostolat bedeutet also neben der tätigen Nächstenliebe auch vom Glauben Zeugnis zu geben und von der Frohbotschaft Jesu Christi zu sprechen, so wie es auch schon die Apostel in der Ur-christlichen Gemeinde getan haben. Wäre sonst eine Ausbreitung des Christentums überhaupt denkbar gewesen?

Ich möchte damit verdeutlichen, dass jedem getauften Christen als Aufgabe mitgegeben ist, seinen Glauben auch zu leben. Dies ist ein Wesenselement unseres Glaubens, damit dieser auch in der heutigen Zeit weitergegeben werden kann.

Wir können viel darüber jammern, dass die Kirchen immer leerer werden, doch wenn wir unseren Glauben so leben, als wäre er reine Privatsache, dann geben wir dieser Entwicklung nur Vorschub.

Im Johannesevangelium hören wir gleich, dass Jesus gesagt hat: „Wenn jemand mich liebt, wird er an meinem Wort festhalten; mein Vater wird ihn lieben, und wir werden zu ihm kommen und bei ihm wohnen.“ Doch wie soll der Mensch Jesus lieben, wenn er Jesu Wort nicht kennt, wenn er seine frohe Botschaft, das Evangelium nicht erfährt? Wer bringt ihnen die Klarheit seines Wortes, um die Menschen vor den vielen Verwirrungen dieser Zeit zu schützen?

Wir von der Legion Mariens möchten uns dieser Aufgabe widmen, da die Kirche, das Volk Gottes, die Bereitschaft jedes einzelnen braucht, daran mitzuarbeiten, dass Gott in dieser Welt wieder mehr geliebt wird. Dies war auch immer ein Herzensanliegen von dem Gründer Frank Duff. Möglichkeiten dazu gibt es viele: Besuche bei Neuzugezogenen, Besuche bei Gemeindemitgliedern, die keinen geregelten Kontakt mehr zur Gemeinde haben oder einen Schriftenstand in der Fußgängerzone, bei denen man mit Interessierte über den Glauben ins Gespräch kommt.

Daher möchten wir Sie bitten, unsere Gemeinschaft durch aktive Teilnahme zu stärken oder auch durch ihr regelmäßiges Gebet zu unterstützen, damit die Tätigkeiten auch Frucht tragen.

Wir stellen unseren Dienst dabei unter die Fürsprache der Gottesmutter Maria, denn sie ist der beste Weg zu ihrem Sohn Jesus Christus, der uns, wie wir im Evangelium hören werden, den Heiligen Geist schenken und uns seinen Frieden geben wird.

VonMartin

2018 – Was das neue Jahr uns bringen wird

In vielen Bereichen, ob Politik, Wirtschaft oder Gesellschaft, beschäftigt man sich mit dieser Frage. Ich möchte dieses mal aus meiner christlich-katholischen Sicht kommentieren.

Kaum ist Sie vorbei die Weihnachtszeit – dann tritt der nüchterne Alltag schon wieder ein. Was haben wir mitgenommen von dieser Zeit? Was hat uns das Kind in der Krippe gegeben, damit es dieses Jahr anders – ja in manchen Punkten auch besser – laufen kann als im letzten Jahr?

Erst einmal stellt sich die Frage: Ist Änderung überhaupt möglich? Die Frage scheint berechtigt zu sein. So sagte doch Woody Allen in einem Interview zu seinem neuen Film „Wonder World“, dass unsere Existenz ein sinnloses Rad ist – wir machen einfach keinen Fortschritt.
Könnte man auch so interpretieren: Wir drehen uns um uns selbst mit all unseren Problemen und Sorgen – und das war’s. Ich würde Woody Allen mal eher als einen intelligenten Menschen einordnen – wenn dass seine Einschätzung zur Lage der Menschheit ist – ich finde dies schon sehr trostlos.

Trostlosigkeit sollte es ja bei uns Christen eher nicht geben, denn wir haben ja die Hoffnung. Aber wie sieht es denn wirklich bei uns im Alltag aus?
Da gibt es durchaus noch Aktivitäten – aber kaum einer erkennt, dass der Zug für diese Art von Aktivitäten schon längst abgefahren ist. Nehmen wir z. B. mal die Leute in der Kirche, die immer noch darauf hoffen, dass die 68er-Reformen auch in der Kirche durchgesetzt werden. Leidlicherweise klappt dies nur scheibchenweise und den großen Durchbruch werden die Verfechter wahrscheinlich selbst aus dem Altersheim heraus nicht mehr beobachten können. Und dann gibt es die „Konservativen“, die gegen „modernistische“ Kirchenleute wettern, die mal wieder ganz neue Ideen haben, was man in der Kirche alles so ändern muss – ist dann nur irgendwie nicht mehr wirklich katholisch.
Beide Aktionen haben eines gemeinsam. Mit ihnen kann man keine Menschen für Christus begeistern. So what?

Dann gibt es aber noch das Feld an Katholiken hier in Deutschland – freilich im starken Abschmelzungsprozeß – die sich in ihrer Volkskirche noch recht wohl fühlen: Schöner Gottesdienst, nettes Pfarrfest, tolle Gemeinde. Mal abgesehen von den über 90%, die zwar mal katholisch getauft wurden, aber mit allem anderen schon nichts mehr zu tun haben. Oder die typische katholische Gebetsgruppe: Schön zusammen den Rosenkranz beten, gemütliches Beisammensein und schon hat man eine kleine Insel der Glückseligkeit. So schön diese Selbstgenügsamkeit auch sein mag: Sie bringt es selten zu dass, was wir wirklich brauchen: Änderung. Änderung dahin, dass wir Christen denen endlich Hoffnung bringen, bei denen die Hoffnung schon offensichtlich á la Woody Allen aufgekündigt wurde.

Zwei Bilder haben mich in den letzten Tagen geprägt. Zum einem der Abriss des Immerather Dom, der den Braunkohlabbau in der Nähe von Erkelenz weichen musste. Nicht wenige Menschen trauerten darum. Da wird ein Kulturgut, ein Stück Heimat abgerissen. Da gibt es noch Anwohner, die sich daran erinnern, in dieser Kirche getauft worden zu sein.
Wenn wir jetzt mal die Faktoren Kultur und Heimat beiseite lassen – wäre der Abriss dieses Gotteshauses nicht zeitgemäß, selbst wenn kein Braunkohleabbau dahinter stehen würde? Für die heutige durchschnittliche Menge an Kirchenbesuchern dürfte diese Kirche wohl recht überdimensioniert sein und ein solch großes, altes Gebäude wird man im Winter wohl kaum noch wirtschaftlich heizen können. Nur hohe Decken alleine sorgen noch nicht für eine gute Atmosphäre.
Beim Punkt Atmosphäre wären wir dann auch schon beim zweiten Bild: Die Mehr-Konferenz dieser Tage in Augsburg. Über 10.000 Menschen strömten dahin und dass in einem Altersdurchschnitt von denen die Volkskirche schon weit entfernt ist. Aber das eigentliche, was dort die Atmosphäre ausmacht, ist die Begeisterung, die dort regelrecht ausströmt. Wenn Johannes Hartl dort auf der Bühne zu den Menschen spricht, dann nicht wegen Friede, Freude, Eierkuchen oder bleibt so wie ihr seit – sondern wirklich der Aufruf zu Änderung im Geiste Gottes. Und damit scheint er offene Türen einzurennen. Ja, es gibt sie noch, die Menschen, die sich be“geist“ern lassen und die auch wissen, dass es ihr ganz persönliches Leben betrifft. Das Leben, dass bereit sein muss, sich für den heiligen Geist zu öffnen. Dann bringt es Änderung. Bei sich selbst. Und dann kann es auch bei den Mitmenschen Änderung bringen.

Während also der Abriss der Kirche in Immerath ein Symbol des Niedergangs der Volkskirche ist, so ist die Mehr-Konferenz ein Symbol dafür, dass es woanders mit der katholischen Kirche auch weitergeht. Nur oft in anderer Form, als wir es gewohnt sind. Machen wir uns nichts vor: Mit Orgelspiel, harte Bänke und zahnlosen Predigten können wir die Menschen nicht für Christus gewinnen. „Komm, Heiliger Geist, erfülle die Herzen deiner Gläubigen, entzünde in uns das Feuer deiner Liebe. Sende deinen Geist aus, und alles wird neu geschaffen, und du erneuerst das Angesicht der Erde“ heißt es auf dem Gebetszettel der Legion Mariens.
Ja, Herr sende Deinen Geist in dieser Welt und fange bei mir an.

VonMartin

Gott bekennen!

Die Bocholter Legion Mariens-Gruppe gehört zu einer weltweiten katholischen Apostolatsbewegung. Diese setzt sich in vielen Ländern der Welt ein, dass Gott wieder mehr geliebt wird. Viele Menschen haben vergessen, dass Gott ihr Schöpfer und Herr ist. Seine Liebe zu uns Menschen war so groß, dass er seinen Sohn gesandt hat, der sein Leben für unsere Rettung hingab.

EGMASGWKG

Heute gibt es viele Menschen die so leben, als wenn es Gott nicht gibt und sogar öffentlich ihre Gottlosigkeit propagieren, wie z. B. auf dem obigen Bus mit der Aufschrift „Es gibt keinen Gott“.

Der Autor des kleinen Prinzen, Antoine de Saint-Exupéry, schrieb:
Wenn Menschen gottlos werden, sind die Regierungen ratlos,
die Lügen grenzenlos,
die Schulden zahllos,
die Besprechungen ergebnislos,
die Aufklärung hirnlos,
die Politiker charakterlos,
die Christen gebetslos,
die Kirchen kraftlos,
die Völker friedlos,
die Verbrechen masslos,
die Aussichten trostlos.

Seien wir also glaubwürdige Christen, die Gott bewusst als ihr höchstes Gut anerkennen und Ihn und den Nächsten lieben und dienen.