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VonMartin

Bericht vom Schriftenstand am 15.09.2018 in Bocholt

Am Samstag, den 15.09.2018 ab 10 Uhr veranstalteten wir von der Legion Mariens Gruppe aus Bocholt unseren diesjährigen Schriftenstand in der Innenstadt von Bocholt. Bei gutem Wetter hatten wir die Möglichkeit, Interessenten Schriften über den christlichen Glauben anzubieten, Glaubensgespräche zu führen und zum Knüpfen des Rosenkranzes einzuladen.

Mit Bildern von der Muttergottes, von Papst Franziskus, vom Rosenkranz und vom Bocholter Kreuz sowie unserer Legion Mariens-Tischdecke haben wir unserem Schriftenstand ein klares katholisches Outfit gegeben. Unsere Kleinschriften zu verschiedensten Glaubensthemen wie „Wer war Jesus?“ oder „Wie kann man beten?“ stießen bei den Besuchern unseres Standes auf reges Interesse. Schnell zeigten sie sich offen für Gespräche und nahmen auch an unserer kleinen Umfrage zum Thema Religion teil, dessen Ergebnisse hier eingesehen werden können.

Eindruck erweckte auch das Knüpfen des Rosenkranzes. Doch scheuten sich viele, diesen selber zu knüpfen, da dies natürlich auch Zeit, Geduld und ein wenig Fingerspitzengefühl erfordert. So haben wir uns auch bereiterklärt, für Besucher einen Rosenkranz zu knüpfen, den sie dann später freudig von uns entgegen nahmen.

Die Gespräche zeigten, dass man durch einen Schriftenstand mitten in einer „Einkaufsmeile“ mit den verschiedensten Personen in Kontakt kommen kann. Ein älterer Mann war verwundert, dass wir nicht wußten, das Jesus noch 6 leibliche Geschwister hatte und Maria somit keineswegs Jungfrau war. Wir erklärten ihm, dass es doch vor allem entscheidend ist, dass Jesus wahrer Gott und wahrer Mensch ist und somit Gott sein leiblicher Vater ist, wie wir es auch im Glaubensbekenntnis beten „Empfangen durch den Heiligen Geist“. Im fiel es schwer, an Ereignisse zu glauben, die aus menschlicher Sicht übernatürlich sind. Dennoch hörte er gerne zu und bat, dass wir uns bezüglich der 6 Geschwister informieren sollten um ihn dann telefonisch zu kontaktieren, was wir dazu zu sagen hätten.

Ein Mann aus den Niederlanden sagte zu uns: „Sie sind katholisch – sind sie auch stolz darauf?“ Er sprach uns dabei auf die Mißbrauchsfälle an, die aktuell wieder ein großes Thema in den Medien sind. Auch wenn die Medien durch ihre Berichterstattung oft den Eindruck erwecken, dass der Mißbrauch im kirchlichen Umfeld erheblich öfter vorkommt als in anderen Bereichen, so antworteten wir ihm auch, dass natürlich die katholische Kirche eine besondere Vorbildfunktion und Verantwortung hat und daher solche Mißbrauchsfälle um so schlimmer wiegen. Obwohl der Mann keiner Religion angehörte und sich auch nicht als religiös bezeichnete, war doch ein gutes Gespräch möglich. Schließlich bejahte er, dass die Fragen „Woher komme ich? warum bin ich hier? Wohin gehe ich?“ für ihn von Bedeutung sind und zum Abschluß konnten wir ihm die Wunderbare Medaille mit Erklärung überreichen, die er dankend annahm.

Eine ältere Frau besuchte unseren Stand. Sie ist evangelisch, religiös und besucht auch gerne katholische Kirchen. Aber sie leidet stark unter einer gefühlt lieblosen Umgebung, die auf Hilfe keinen Dank zeigt und einen oft im Stich läßt. Auch hadert sie mit Gott, wie er das Böse in der Welt so zulassen kann. Wir sprachen mit ihr darüber, dass Gott den Menschen befähigen will, zu lieben. Doch die Liebe kann nur aus der Freiheit entstehen und diese Freiheit kann der Mensch auch zum Bösen mißbrauchen. Gott ist es, der uns in solchen Situationen Trost spenden kann. Wir knüpften für die Frau einen Rosenkranz, den sie gerne haben wollte. Sie war sichtlich gerührt, als wir ihr den Rosenkranz schenkten. Sie versprach, für uns ein „Vater unser“ zu beten.

Eine ausländisch stämmige Frau fragte uns, ob wir Material über Lourdes haben. Sie ist dort gewesen und hat in Lourdes die heilende Wirkung des Wallfahrtortes erfahren. Sie betet viel und war auch an den Rosenkranz interessiert, den wir ihr überreichten. Auf unsere Anfrage, ob sie bereit wäre, die Legion Mariens im Gebet zu unterstützen, gab sie für die betende Mitgliedschaft Ihre Zusage.

Zwei junge Mädchen kamen zu unserem Stand und schauten interessiert zu, wie wir den Rosenkranz knüpften. Das eine Mädchen sagte, dass sie einen Rosenkranz zu ihrer ersten hl. Kommunion erhalten hatte. Das andere Mädchen ergänzte, dass sie im nächsten Jahr zur ersten hl. Kommunion kommt. Sie war schon ganz stolz, dass sie fast komplett das „Vater unser“-Gebet auswendig konnte. Darauf hin schenkten wir ihr den Rosenkranz und gaben ihr auch gleich die Anleitung dazu, wie man diesen betet. Auch bekamen die beiden die Wunderbare Medaille, die sie mit kindlicher Freude annahmen.

So packten wir gegen 14.30 Uhr unseren Schriftenstand wieder zusammen in der Hoffnung, dass wir doch einigen Menschen etwas von der Gegenwart und Liebe Gottes übermitteln konnten. Möge auf der Fürsprache der Gottesmutter Maria unser Herr Jesus Christus dafür sorgen, dass die Arbeit auch Früchte trägt.

VonMartin

Das 4-Gänge Menü für den Geist

Ob Fitness oder gesunde Ernährung: Es gibt viele Möglichkeiten, etwas für seinen Körper zu tun und es wird auch gerne wahrgenommen. Doch wie sieht es aus mit unserem Geist? Nun, wenn Sie katholisch sind und in Bocholt leben, sollten Sie mal das folgende wöchentliche Angebot wahrnehmen:

Dieses Angebot gibt es jeden Samstag in der Pfarrkirche St. Georg mitten in Bocholt. Es beginnt um 17.25 Uhr und endet um 19.30 Uhr. Also gute zwei Stunden. Zu lange meinen Sie? Nun im Laufe einer Woche sind Sie wohlmöglich über 100 Stunden aktiv – da sind zwei Stunden nicht zuviel, um sich zu besinnen und die innere Ruhe zu gewinnen.

Aber schauen Sie sich doch einfach kurz die vier Gänge des Menüs für den Geist an:

  1. Der Rosenkranz
    Wir beginnen um 17.25 Uhr in der Kirche gemeinsam mit dem Gebet des Rosenkranzes. Sie mögen denken, dass ist ja immer das Gleiche. Lassen Sie sich auf den meditativen Charakter des Rosenkranzes ein. Sie kommen damit in einem Rhythmus des Gebetes, der Ihnen helfen kann, von den Sorgen des Alltags abzuschalten und immer mehr in der Ruhe der Gegenwart Gottes einzutauchen.
  2. Der Wortgottesdienst
    Dieser steht im vorderen Teil der heiligen Messe, die um 18 Uhr beginnt. Nach dem Gebet des Rosenkranzes geht es jetzt darum zuzuhören. Es werden dabei ein oder zwei Schriftlesungen aus der Bibel vorgetragen sowie eine Lesung aus einer der Evangelien des neuen Testamentes. Ein Priester, Diakon oder pastoraler Mitarbeiter spricht dann auch über diese Texte. Was sagen mir diese Worte in der heutigen Zeit, in meiner jetzigen Situation? Lassen Sie die Worte ganz auf sich wirken!
  3. Die Eucharistiefeier
    Sie schließt am Wortgottesdienst an und ist quasi der Höhepunkt des 4-Gänge Menüs. Warum? Weil Jesus Christus in der Gestalt von Brot und Wein unter uns gegenwärtig wird. Und weil ER bei dem Empfang der heiligen Kommunion ganz in Ihnen hineintaucht. Sind Sie bereit, Jesus in Ihrem Herzen zu empfangen? Oder bedrücken Sie schwere Sünden, die Sie wohlmöglich schon lange herumtragen? Dann scheuen Sie sich nicht, den Priester nach der heiligen Messe auf dem Empfang des Bußsakramentes anzusprechen!
  4. Die stille Anbetung vor dem Allerheiligsten
    Nach dem Ende der heiligen Messe versammeln wir uns in der kleinen Seitenkapelle von St. Georg. Dort setzt der Priester das Allerheiligste aus. Das Brot in der Monstranz, in dem Jesus wahrhaft gegenwärtig ist. Haben Sie sich schon mal gefragt, warum Sie mit Gott sprechen sollen, wenn er doch nicht antwortet? Haben Sie dann auch schon mal darüber nachgedacht, dass Gott antwortet, aber wir nicht hinhören? Sind die ersten drei Gänge schon eine Hilfe, von den Alltagslärm und -sorgen Abstand zu nehmen, so kann die Stille bei der Anbetung Sie befähigen, wieder hinzuhören – Ihren Geist auf Gott auszurichten, damit er Ihnen die guten Gedanken geben kann, dass er durch den heiligen Geist in Ihnen sprechen kann. Schauen Sie dabei ganz auf den gegenwärtigen Christus, danken Sie IHN für das Gute, dass Ihnen in der Woche widerfahren ist, tragen Sie IHM Ihre Sorgen vor und bitten Sie IHN um die Kraft für die kommende Woche. Preisen und loben Sie IHN dafür, dass ER es so gut mit Ihnen meint.

Probieren Sie es aus, lassen Sie sich ganz auf dieses Angebot ein! Bei vielen „weltlichen“ Angeboten für Körper und Geist ist man als Mensch immer gefordert, sich anzustrengen um bestimmte Ziele zu erreichen. Hier geht es darum, dass Sie Gott Raum geben in Ihrem Leben, damit ER Ihnen beisteht und Kraft gibt in allen Lebenslagen. Dass ER Ihnen Zuversicht und Hoffnung vor allem dort gibt, wo Sie nicht mehr weiterkommen. Erfahren Sie eine immer tiefer werdende Gottesbeziehung als ein Gewinn für Ihr Leben!

VonMartin

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Quelle: IT Recht Hannover | Rechtsanwalt E. Strohmeyer

VonMartin

Die Legion Mariens beim Katholikentag 2018 in Münster

Vom 9. – 13. Mai 2018 fand der 101. Deutsche Katholikentag in Münster/Westfalen statt. Die Legion Mariens hatte auf den Katholikentag ihren eigenen Stand. An diesem Stand waren auch zwei aktive Mitglieder, Helena und Matthias, aus unserem Präsidium beteiligt. Im nachfolgenden Bericht schildert Helena kurz Ihre Eindrücke vom Katholikentag:

Unser Zelt von der Legion Mariens stand neben denen von anderen geistlichen Gemeinschaften. Wir boten viele Kleinschriften an und verteilten wundertätige Medaillien an die Besucher. Unser Angebot, sich seinen eigenen Rosenkranz zu knüpfen, wurde besonders gern angenommen. Viele Kinder, Jugendliche und Erwachsene verabschiedeten sich dann freudestrahlend, mit dem selbst geknüpften Rosenkranz in der Hand, von uns. Beim Knüpfen konnten wir auch viele Glaubens-Gespräche führen.

Eine Frau, die aus meiner Heimatpfarre St. Georg-Bocholt kam, hatte uns ganz gezielt aufgesucht, um sich zeigen zu lassen, wie man einen Rosenkranz knüpft. In Bocholt gibt es einen „Freundeskreis Dominikanische Republik“. Davon ist sie die Ansprechpartnerin. Mit den Jugendlichen, die eingeladen worden waren, nach Bocholt zu kommen, wollte sie gemeinsam den Katholikentag in Münster besuchen. Aber leider hatten sie in ihrem Heimatland kein Ausreise-Visum erhalten. Nun wollen die Bocholter demnächst zur Dominikanischen  Republik (Bonao) fliegen, um dort zusammen mit den Jugendlichen Rosenkränze zu knüpfen. Auch nahm die Frau  dankend unsere Flyer in englischer Übersetzung und die wundertätige Medaillie mit.

Ein Mann mittleren Alters kam zu unserem Tisch mit den Kleinschriften. Auf meine Frage, ob er etwas bestimmtes sucht, erzählte er mir, das seine Frau katholisch und er evangelisch ist. Er suchte eine Anleitung zum Rosenkranz-Beten, und endschied sich für die ganz ausführliche Beschreibung mit den extra langen Betrachtungen. Er stellte auch noch einige Fragen dazu. Ich habe ihm auch noch die wundertätige Medaille geschenkt, worüber er sich freute.

Diese Tage beim Katholikentag in Münster gaben mir Kraft, Mut und Stärke. Zusammen mit den Mitlegionären und anderen Mitmenschen habe ich viel Glaubensfreude erlebt. Trotz der Verschiedenheit unserer Persönlichkeiten haben wir das Wirken und die Hilfe der Gottesmutter so sehr gespürt.

Maria mit dem Kinde lieb, uns allen deinen Segen gib. Gelobt sei Jesus Christus.

VonMartin

Bericht von der Acies-Feier 2018 der Bocholter Legion Mariens

Am Palmsonntag, den 25. März 2018 fand die Acies-Feier der Bocholter Legion Mariens-Gruppe „Maria, Zuflucht der Sünder“ in der Pfarrkirche St. Georg statt. Zu dieser Marienandacht waren neben den aktiven Legionären des Bocholter Präsidiums alle dazugehörigen betenden Mitglieder sowie alle Marienverehrer eingeladen.

Die Acies-Feier (Acies lat. = Heerschau) der Legion Mariens wird immer nahe dem 25. März gelegt – der kirchliche Feiertag „Verkündigung des Herrn“. Tatsächlich wurde der Feiertag in diesem Jahr im Kirchenkalender auf dem 9. April 2018 verschoben – aufgrund des Palmsonntags und den darauffolgenden Ostersonntag und den „Weißen Sonntag“.

Dennoch haben wir in diesem Jahr an den 25. März festgehalten. Allerdings bedeutete dies auch direkt am Anfang eine leichte Herausforderung: Aufgrund des enormen Andrangs während der zuvor stattfindenden Palmsonntagsmesse in der Pfarrkirche gab es keine einzige konsekrierte Hostie mehr. Da wir während der Andacht auch immer die eucharistische Anbetung halten, blieb uns nichts anderes übrig, den Zelebranten der Acies-Feier, Pfr. Ulrich Kroppmann – der schon auf dem Weg war – anzurufen. So fuhr er dann noch an seiner Pfarrkirche vorbei um hier noch Abhilfe zu schaffen.

Nach der Andacht fand das gemütliche Beisammensein im Pfarrheim bei Kaffee und Kuchen statt. Die Geselligkeit dient auch dazu, dass der Kontakt zwischen den betenden Mitgliedern und den Freunden der Legion Mariens lebendig bleibt. Auch wenn wir nur eine kleine Gruppe innerhalb der Pfarrei sind, so ist es doch vor allem die Freude an der Gemeinschaft im Glauben, die uns weiter vorantreibt, im Dienst Mariens zum Einsatz für den Herrn zu stehen.

VonMartin

2018 – Was das neue Jahr uns bringen wird

In vielen Bereichen, ob Politik, Wirtschaft oder Gesellschaft, beschäftigt man sich mit dieser Frage. Ich möchte dieses mal aus meiner christlich-katholischen Sicht kommentieren.

Kaum ist Sie vorbei die Weihnachtszeit – dann tritt der nüchterne Alltag schon wieder ein. Was haben wir mitgenommen von dieser Zeit? Was hat uns das Kind in der Krippe gegeben, damit es dieses Jahr anders – ja in manchen Punkten auch besser – laufen kann als im letzten Jahr?

Erst einmal stellt sich die Frage: Ist Änderung überhaupt möglich? Die Frage scheint berechtigt zu sein. So sagte doch Woody Allen in einem Interview zu seinem neuen Film „Wonder World“, dass unsere Existenz ein sinnloses Rad ist – wir machen einfach keinen Fortschritt.
Könnte man auch so interpretieren: Wir drehen uns um uns selbst mit all unseren Problemen und Sorgen – und das war’s. Ich würde Woody Allen mal eher als einen intelligenten Menschen einordnen – wenn dass seine Einschätzung zur Lage der Menschheit ist – ich finde dies schon sehr trostlos.

Trostlosigkeit sollte es ja bei uns Christen eher nicht geben, denn wir haben ja die Hoffnung. Aber wie sieht es denn wirklich bei uns im Alltag aus?
Da gibt es durchaus noch Aktivitäten – aber kaum einer erkennt, dass der Zug für diese Art von Aktivitäten schon längst abgefahren ist. Nehmen wir z. B. mal die Leute in der Kirche, die immer noch darauf hoffen, dass die 68er-Reformen auch in der Kirche durchgesetzt werden. Leidlicherweise klappt dies nur scheibchenweise und den großen Durchbruch werden die Verfechter wahrscheinlich selbst aus dem Altersheim heraus nicht mehr beobachten können. Und dann gibt es die „Konservativen“, die gegen „modernistische“ Kirchenleute wettern, die mal wieder ganz neue Ideen haben, was man in der Kirche alles so ändern muss – ist dann nur irgendwie nicht mehr wirklich katholisch.
Beide Aktionen haben eines gemeinsam. Mit ihnen kann man keine Menschen für Christus begeistern. So what?

Dann gibt es aber noch das Feld an Katholiken hier in Deutschland – freilich im starken Abschmelzungsprozeß – die sich in ihrer Volkskirche noch recht wohl fühlen: Schöner Gottesdienst, nettes Pfarrfest, tolle Gemeinde. Mal abgesehen von den über 90%, die zwar mal katholisch getauft wurden, aber mit allem anderen schon nichts mehr zu tun haben. Oder die typische katholische Gebetsgruppe: Schön zusammen den Rosenkranz beten, gemütliches Beisammensein und schon hat man eine kleine Insel der Glückseligkeit. So schön diese Selbstgenügsamkeit auch sein mag: Sie bringt es selten zu dass, was wir wirklich brauchen: Änderung. Änderung dahin, dass wir Christen denen endlich Hoffnung bringen, bei denen die Hoffnung schon offensichtlich á la Woody Allen aufgekündigt wurde.

Zwei Bilder haben mich in den letzten Tagen geprägt. Zum einem der Abriss des Immerather Dom, der den Braunkohlabbau in der Nähe von Erkelenz weichen musste. Nicht wenige Menschen trauerten darum. Da wird ein Kulturgut, ein Stück Heimat abgerissen. Da gibt es noch Anwohner, die sich daran erinnern, in dieser Kirche getauft worden zu sein.
Wenn wir jetzt mal die Faktoren Kultur und Heimat beiseite lassen – wäre der Abriss dieses Gotteshauses nicht zeitgemäß, selbst wenn kein Braunkohleabbau dahinter stehen würde? Für die heutige durchschnittliche Menge an Kirchenbesuchern dürfte diese Kirche wohl recht überdimensioniert sein und ein solch großes, altes Gebäude wird man im Winter wohl kaum noch wirtschaftlich heizen können. Nur hohe Decken alleine sorgen noch nicht für eine gute Atmosphäre.
Beim Punkt Atmosphäre wären wir dann auch schon beim zweiten Bild: Die Mehr-Konferenz dieser Tage in Augsburg. Über 10.000 Menschen strömten dahin und dass in einem Altersdurchschnitt von denen die Volkskirche schon weit entfernt ist. Aber das eigentliche, was dort die Atmosphäre ausmacht, ist die Begeisterung, die dort regelrecht ausströmt. Wenn Johannes Hartl dort auf der Bühne zu den Menschen spricht, dann nicht wegen Friede, Freude, Eierkuchen oder bleibt so wie ihr seit – sondern wirklich der Aufruf zu Änderung im Geiste Gottes. Und damit scheint er offene Türen einzurennen. Ja, es gibt sie noch, die Menschen, die sich be“geist“ern lassen und die auch wissen, dass es ihr ganz persönliches Leben betrifft. Das Leben, dass bereit sein muss, sich für den heiligen Geist zu öffnen. Dann bringt es Änderung. Bei sich selbst. Und dann kann es auch bei den Mitmenschen Änderung bringen.

Während also der Abriss der Kirche in Immerath ein Symbol des Niedergangs der Volkskirche ist, so ist die Mehr-Konferenz ein Symbol dafür, dass es woanders mit der katholischen Kirche auch weitergeht. Nur oft in anderer Form, als wir es gewohnt sind. Machen wir uns nichts vor: Mit Orgelspiel, harte Bänke und zahnlosen Predigten können wir die Menschen nicht für Christus gewinnen. „Komm, Heiliger Geist, erfülle die Herzen deiner Gläubigen, entzünde in uns das Feuer deiner Liebe. Sende deinen Geist aus, und alles wird neu geschaffen, und du erneuerst das Angesicht der Erde“ heißt es auf dem Gebetszettel der Legion Mariens.
Ja, Herr sende Deinen Geist in dieser Welt und fange bei mir an.

VonMartin

Kleine Umfrage zum Thema „Religion“

Wir führen eine kleine Umfrage zum Thema „Religion“ durch und würden uns freuen, wenn auch Sie sich daran beteiligen. Hier können Sie unser interaktives PDF-Formular öffnen und ausfüllen. Senden Sie uns das ausgefüllte Formular dann einfach per E-Mail an uns. Bei dem Fragebogen geht es uns nicht darum, Daten für eine statistische Erhebung zu sammeln, sondern Ihnen die Möglichkeit einer Selbsteinschätzung des eigenen Standpunktes bei religiösen Fragen zu geben. Mit der Auswertung haben Sie eine Referenz, welche die Tendenz zu den Fragen bei den anderen Beteiligten dieser Umfrageaktion zeigt. Die Daten werden natürlich anonym ausgewertet. Vielen Dank!

Hinweis: Manche Browser haben nur ein einfaches PDF-Plugin, mit dem das interaktive PDF-Formular nicht korrekt ausgefüllt werden kann bzw. die eingegebenen Daten nicht übernommen werden. Wir empfehlen Ihnen das Adobe Reader Plugin, welches auch den direkten Versand per E-Mail ermöglicht. Alternativ sichern Sie das interaktive PDF-Formular und öffnen es zum Ausfüllen mit dem Programm Adobe Acrobat Reader DC, welches kostenlos im Internet erhältlich ist. 

Das bisherige Ergebnis beruht auf 29 ausgefüllte Fragebögen – Mehrfachnennungen sind möglich:

  1. Gehören Sie einer Religion an?
    [ 14% ] – Nein
    [ 66% ] – Ja, katholisch
    [ 21% ] – Ja, evangelisch
  2. Würden Sie sich selbst als religiös bezeichnen?
    [ 79% ] – Ja
    [ 21% ] – Nein
  3. Gibt es eine Religion, die Ihnen sympathisch ist?
    [ 17% ] – Nein
    [ 14% ] – Ja, christlich allgemein
    [ 28% ] – Ja, christlich katholisch
    [ 24% ] – Ja, christlich evangelisch
    [ 10% ] – Ja, Buddhismus
    [   3% ] – Ja, Hinduismus
    [   3% ] – Ja, Judentum
  4. Sehen Sie einen Zusammenhang zwischen Gewalt, Kriege und Religion?
    [   9% ] – Nein
    [ 34% ] – Ja, sie sind dem förderlich
    [ 31% ] – Ja, sie sind die Ursache dafür
    [ 26% ] – Religionen können helfen Krieg und Gewalt zu überwinden
  5. Was könnte für mehr Frieden auf der Welt sorgen?
    [   6% ] – Wenn es (bestimmte) Religionen nicht mehr geben würde
    [ 42% ] – Wenn die Menschen sich wieder mehr auf ihre Religion besinnen würden
    [ 48% ] – Andere Gründe / Möglichkeiten
    [   3% ] – Weiß nicht
  6. Religiösität ist Ihrer Meinung nach
    [ 33% ] – In der Natur des Menschen
    [ 42% ] – Anerzogen / vorgelebt
    [   2% ] – Indoktriniert
    [ 23% ] – Eine eigene Wahl
  7. Welche der folgenden Punkte würden Sie auch als religiöse Handlung ansehen:
    [ 46% ] – Meditieren
    [   0% ] – Shoppen am verkaufsoffenen Sonntag
    [   8% ] – Weihnachtsmarkt besuchen
    [ 31% ] – Im Wald spazieren gehen
    [ 15% ] – Keiner der genannten Punkte
  8. Glauben Sie an die Existenz Gottes als Schöpfer und Ursprung allen Seins?
    [ 66% ] – Ja
    [ 31% ] – Nein
    [   3% ] – Weiß nicht
  9. Sind für Sie die folgenden drei Fragen von Bedeutung:
    Woher komme ich? Warum bin ich hier? Wohin gehe ich?
    [ 83% ] – Ja
    [ 17% ] – Nein
  10. Welche der folgenden religiösen Personen wäre ihnen am ehesten ein Vorbild?
    [ 25% ] – Papst Franziskus
    [ 17% ] – Dalai Lahma
    [ 11% ] – Margot Käßmann
    [ 25% ] – Mutter Theresa
    [ 22% ] – Keiner der genannten Personen
  11. Wie wird Ihrer Meinung nach das Europa der Zukunft werden?
    [ 35% ] – Atheistisch / Humanistisch
    [ 12% ] – Muslimisch
    [ 18% ] – Christlich
    [ 35% ] – Weder noch
  12. Wie sehen Sie insgesamt die Zukunft für Europa?
    [ 21% ] – Es wird besser
    [ 38% ] – Es wird schlechter
    [ 41% ] – Weder noch
  13. Was trifft für Sie am ehesten in Bezug auf die katholische Kirche zu?
    [ 35% ] – Ein Ort, in dem ich mich als Christ zugehörig fühle
    [ 20% ] – Eine Diskrepanz zwischen Wort und Tat
    [   2% ] – Etwas, dass total überflüssig ist
    [ 17% ] – Etwas, dass zur Menschheit gehört
    [ 26% ] – Eine Kirche von der ich mehr erwarten würde
VonMartin

Schriftenstand der Legion Mariens am 09.09.2017 in Bocholt

Nach unserem letzten Schriftenstand am 01.07.2017 in Bocholt haben wir uns entschlossen, diesen noch einmal in diesem Jahr in der Bocholter Innenstadt durchzuführen. So bauten wir am Samstag, den 09.09.2017 für die Zeit von 9.30 bis 14.00 Uhr erneut unseren Schriftenstand inklusive Rosenkranzknüpfaktion in der Fußgängerzone auf.

Die Wettervorhersage für diesen Samstag war sehr schlecht – es wurde Dauerregen für den vormittag und Gewittergefahr für den frühen Nachmittag gemeldet. Dennoch haben wir uns entschloßen, den lang zuvor festgelegten Termin – der ja auch eine Genehmigung der Stadt Bocholt benötigt – wahrzunehmen.

Das Zelt – welches uns ein netter Bekannter ausgeliehen hat – schützte uns dann auch vor den ersten Regen. Doch schon bald hörte der Regen auf und es kam sogar die Sonne hervor. Das Wetter wurde unerwartet gut, so dass wir uns sicherlich mangelndes Vertrauen vorgeworfen hätten, wären wir zu Hause geblieben. Der liebe Gott hat es jedenfalls gut mit uns gemeint.

So kamen dann auch schon bald die ersten Interessenten zu unserem Schriftenstand. Auch führten wir hier wieder unsere Umfrage zum Thema Glaube und Religion durch, an der sich viele Interessenten beteiligten und sich dadurch auch gute Gespräche zum Thema Glaube und Kirche ergaben.

Neben den Schriften war auch der Rosenkranz für die Leute von Interesse. Eine Frau beklagte sich bei uns, dass man in Bocholt keinen Rosenkranz mehr kaufen kann – hier musste man sich schon zum nächsten Wallfahrtsort – wie z. B. Telgte oder Kevelaer – aufmachen. Ältere Leute taten sich allerdings eher schwer, sich den eigenen Rosenkranz zu knüpfen. Stattdessen bestellten dann gleich drei Leute bei uns einen Rosenkranz – so hatten wir auch hier alle Hände voll zu tun, den Rosenkranz nach Wunsch (welches Kreuz, welche Perlen und Farbe) anzufertigen…

Immerhin wollte eine Schülerin aus der 8. Klasse ihren eigenen Rosenkranz knüpfen – sie tat es dann auch mit viel Geduld und großem Einsatz. Zum Schluß war sie sicherlich ganz stolz ihren eigenen, selbstgeknüpften Rosenkranz in der Hand zu halten.

Wir hoffen, dass wir mit unseren Gesprächen und unserer Schriftenstandaktion ein wenig den Samen des Glaubens verteilen konnten. Beten wir dafür, dass der Herr auch daraus entsprechende Frucht wachsen lässt. Wir freuen uns jedenfalls jetzt schon auf den nächsten Schriftenstand in 2018!

VonMartin

Schriftenstand der Legion Mariens in Bocholt

Am Samstag, den 1. Juli 2017 von 10 – 14.30 Uhr hatten wir unseren Schriftenstand in der Innenstadt von Bocholt bei der Fußgängerzone an der Aa-Brücke (Neutorplatz) aufgebaut.

Obwohl das Wetter trüb und regnerisch war, fanden doch Interessierte zu unserem Stand, um sich unsere Schriften anzusehen, mit uns über Glaubensthemen zu sprechen oder auch an der Rosenkranz-Knüpfaktion teilzunehmen.


Die Resonanz war gut und zeigt mal wieder, wie wichtig es ist, für den Glauben auch auf die Straße zu gehen und Menschen, die sich dafür ansprechen lassen, auch Rede und Antwort zu stehen.