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VonMartin

Bericht vom Gebetzug „1000 Kreuze für das Leben“ in Münster 2014

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Am Samstag, den 22. März 2014 veranstaltete das ökumenische Gebetsnetzwerk „EuroProLife“ einen Gebetszug für das ungeborene Leben in Münster. Dabei wollte man auch daran erinnern, dass in Deutschland an einem gewöhnlichen Arbeitstag etwa 1000 ungeborene Kinder sterben.

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Dieser Gebetszug findet schon seit vielen Jahren im Frühjahr in Münster statt. So hatte ich schon vor gut 10 Jahren das erste Mal an dem Gebetszug teilgenommen. Leider wird der Gebetszug seit 2009 durch linksradikale Gruppierungen massiv gestört. Während vor 2009 noch eine handvoll Polizisten zur Sicherung des Gebetszuges reichten, so musste jetzt schon eine Hundertschaft an Polizisten eingesetzt werden, um die Beter vor dem radikal auftretenden Mob zu schützen.DSCF9156_2

DSCF9130 Wolfgang Hering von EuroProLife erinnerte bei seiner Ansprache an  das Evangelium des Tages vom verlorenen Sohn: Auch auf die  Gegner des Gebetszugs, die sich von Gott entfernt haben, wartet  Gott voller Liebe und Geduld auf die Umkehr dieser „verlorenen  Söhne“. Ist es da nicht recht, für sie zu beten? Sollte man daher  nicht die Schmähungen dieser Leute mit Geduld und Liebe  ertragen? Diese Einstellung ist sehr wichtig, damit man bei dem  ganzen ohrenbetäubenden Lärm, den ständigen Beschimpfungen  und Anfeindungen der Randalierer besonnen bleibt. Und die  Teilnehmer des Gebetszugs blieben ruhig, sie liessen sich, trotz allem, nicht provozieren oder beirren.

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Nun könnte man als Christ sich fragen: Was soll das Ganze? Ist es nicht besser in die Kirche zu gehen und für das Anliegen zu beten statt den Unruhestiftern die Stirn zu bieten? Macht es nicht mehr Sinn, sich aktiv oder durch eine finanzielle Spende für die Frau im Schwangerschaftskonflikt einzusetzen, als mit dieser Aktion Zeit und Mühe zu „verschwenden“ ?
Die Versuchung liegt natürlich nahe, zu diesen Fragen „ja“ zu sagen. Dazu möchte ich aber  Folgendes einwenden: Man soll das Eine tun und das Andere nicht lassen. Wir müssen immer wieder für die Frauen im Schwangerschaftskonflikt, für die ungeborenen Kinder und für alle Beteiligten beten! Wir müssen helfen, unterstützen wo wir können! Lassen wir uns doch nicht einreden, dass der Einsatz für das Lebensrecht der ungeborenen Kinder frauenfeindlich ist! Abtreibung wird gerne als Frauenrecht proklamiert. Ich glaube nicht, dass die meisten Frauen gerne eine Abtreibung über sich ergehen lassen. Es ist immer ein Gewaltakt, nicht nur für das Kind, sondern auch für die Frau, die wider ihrer Natur handelt. Das so gern umworbene „Pro Choice“ kann es gar nicht geben, wenn die Frau im Schwangerschaftskonflikt nicht von ihrer Umgebung echte Alternativen für das Leben bekommt. Wie oft werden Frauen von den Kindsvätern, Familien, Freunden oder Arbeitgebern nicht unterstützt oder gar zur Abtreibung gedrängt?
Wir laufen Gefahr, dass das Thema Abtreibung komplett tabuisiert wird. Doch mit Schweigen kann man nicht helfen.
Und schon gar nicht als Christ. In diesem Land müssen jährlich allein weit über 100.000 unschuldige Kinder im Mutterleib sterben. Wenn wir meinen, gegen so ein schlimmes Unrecht nicht auf die Straße gehen zu sollen, um eine scheinbar friedliche Welt nicht zu stören, ja für was sollen wir als Christen dann überhaupt noch bereit sein, Zeugnis zu geben? Wir können über das Schweigen der Generationen vor uns in Hinblick auf schlimme Unrechtshandlungen klagen, aber was tun wir selbst, jetzt, hier und heute? Wenn die Menschen eines Tages zur Einsicht kommen sollten, dass die massenhafte Tötung unschuldiger Kinder im Mutterleib ein schweres Unrecht war, wie wird man dann wohl rückblickend unseren Einsatz als Christen für das Leben beurteilen?
Wir müssen als Christ jederzeit bereit sein, den Entrechteten, Schwächsten und Bedürftigsten in dieser Gesellschaft Gesicht und Stimme zu geben, ob gelegen oder ungelegen. Es ist vor allem ein geistiger Kampf, der hier geführt wird. Das Böse will das Leben vernichten und die Menschen ins Elend stürzen. Wir müssen den guten und beharrlichen Kampf wählen, um dagegen anzugehen und um unsere Mitmenschen darauf aufmerksam zu machen.
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Die Teilnehmer des Gebetszugs haben sich für diesen guten Kampf entschieden. Sie haben dem ungeborenen Kind und die damit verbundene Not bei den Beteiligten im Schwangerschaftskonflikt ein Gesicht gegeben. Ja, dieser Gebetszug stört. Er stört die Menschen im Alltag, mitten im Einkaufsbummel im schönen Münster. Ich habe die Hoffnung, dass manche Menschen wach werden, dass sie nachdenken. Denn die Not ist mitten unter uns, oft ganz in der Nähe. Auch immer mehr Christen denken nach und schließen sich den Gebetszügen an – in vielen Städten Europas und Amerikas. So ist auch die Teilnehmerzahl in Münster gestiegen – den intoleranten Schreihälsen zum trotz.
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Der Gebetszug für das Leben war schon sehr beeindruckend. Zum Abschluss des Gebetszugs versammelten sich die Teilnehmer rund um die Kardinal von Galen-Statue und legten Blumen zu Fuße eines Sarges mit Embryo-Modellen. Dann knieten die Beter nieder um in Stille zu verweilen – der ganze Lärm von den – durch die Polizei abgeschirmten – Radikalen rundherum, schien in diesem Moment bedeutungslos geworden zu sein. Was ist diese Störung schon im Vergleich zu dem eigentlichen Elend, dass durch eine Abtreibung hervorgerufen wird? „Der größte Zerstörer des Friedens ist heute der Schrei des unschuldigen, ungeborenen Kindes“ sagte die selige Mutter Teresa anlässlich ihrer Rede zur Verleihung des Friedensnobelpreises. Hören wir daher nicht auf, mahnend an diesen Schrei zu erinnern.
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VonMartin

Mut zum christlichen Zeugnis

Die Adventszeit stimmt uns ein auf das Fest der Geburt unseres Erlösers Jesus Christus. Freudig erwarten wir den Geburtstag des göttlichen Kindes. Im Ave Maria beten wir: „Und gebenedeit ist die Frucht Deines Leibes, Jesus“ und im Credo bekennen wir: „Empfangen durch den Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria“. Als Christen glauben wir, dass Gott als Schöpfer und Herr allen Lebens, schon bei der Empfängnis unmittelbar eingreift und dem Menschen im Mutterleib eine unsterbliche Seele verleiht.

In unserer heutigen Zeit ist die Freude über ein Kind, dass im Mutterschoß heranwächst, leider nicht mehr selbstverständlich. So dürfen allein in Deutschland jährlich über 100.000 ungeborene Kinder nicht das Licht der Welt erblicken. Eine Tragik, die trotz des enormen Ausmaßes der Abtreibungszahl in unserer Gesellschaft immer mehr tabuisiert wird.

Als Christ ist es deshalb sehr wichtig, sich für das Lebensrecht aller Menschen, besonders auch für das der wehrlosen Ungeborenen einzusetzen. Aus diesem Grunde unterstützen wir von unserer Legion Mariens Gruppe auch christliche Initiativen, die sich für das Lebensrecht einsetzen, wie z. B. den jährlichen Gebetszug für das ungeborene Leben in Münster. Das erfordert Mut, denn häufig wurde dieser Gebetszug schon durch hysterisches Geschrei und Gebrüll von Gegendemonstranten gestört. Wir Christen wollen durch die Teilnahme ein Zeugnis geben, dass Gott die alleinige Autorität hat, über Leben und Tod des Menschen zu entscheiden.

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